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Investieren in Erneuerbare Energien Strom aus Kraft-Wärme-Kopplung – schnell erklärt

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Pacht oder Contracting?

Ein eigenes BHKW rentiert sich für den Nutzer meist ab einer Betriebszeit von 5.000 Stunden/Jahr. Die notwendige Anlagengröße wird vor Errichten des BHKW mit dem Generalunternehmer anhand des Strom- und Wärmebedarfes festgelegt. Darüber hinaus gibt es spezielle KWK-Fördermaßnahmen, die ab einer bestimmten Einspeisung von Energie in das Netz gezahlt werden.

Insbesondere mit Blick auf die Nutzung des BHKW, ohne Einsatz von eigenen Investitionsmitteln für den Erwerb,  empfiehlt sich das Pachtmodell für den Nutzer. Der bleibt Betreiber des BHKW und steuert den Energiebedarf selbst. Rechte und Pflichten sind mit eingeschlossen, wie zum Beispiel: Einkauf des Gases, Nutzung der erzeugten Energie, ebenso wie die Wartung der Energieerzeugungsanlage. Der Nutzer/Pächter zahlt lediglich einen Pachtzins an den Verpächter.

Auf dem gegenteiligen Prinzip beruht das Contracting-Modell. Das BHKW wird auf dem Grundstück des späteren Nutzers errichtet. Das anbietende Unternehmen übernimmt den vollen Betrieb und Einkauf der Rohstoffe, und verkauft die erwirtschaftete Energie an den oder die Nutzer. Da sich das BHKW bereits an der Einspeisequelle vor Ort befindet, handelt es sich um eine dezentrale Lieferung, die keine weiteren Erschließungswege nötig macht und das Netz entlastet. Gedanken über mögliche Brennstoffe (zum Beispiel Bio-Erdgas) oder dafür anfallende Kosten muss sich der jeweilige Betreiber immer machen.

Schlussendlich sind Vollwartverträge wichtig und hilfreich. So lässt sich der langfristige Werterhalt der Anlage auch über eine Dauer von mehr als 10 Jahren hinweg darstellen. Der marktübliche Austausch von Verbrauchsteilen sowie die dauerhafte technische Überwachung sollten vor Abschluss des Kauf-/Pachtvertrages geklärt sein. Wer übernimmt die Wartung? Hier ist eine Abstimmung zwischen Generalunternehmer bezieungsweise Pächter vonnöten.

Bis 2020 soll der Anteil der Kraft-Wärme-Kopplung am nationalen Energiemix mindestens 25 Prozent betragen. Solange keine effiziente Möglichkeit der Speicherung grüner Energie entwickelt wurde, kann nur auf diese Weise die notwendige Grundlast im Netz – als Alternative von AKWs oder schmutzigen Kernkraftwerken –  sichergestellt werden. Diese Perspektive und die Aussicht auf auskömmliche Überschüsse aus Verpachtung oder Betrieb machen BHKW zu spannenden Investitionsobjekten für Investoren.

Mehr Infos: www.neitzel-cie.de

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