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Erschreckend: Großanleger verstehen Nachhaltigkeit nicht

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Viele institutionelle Investoren wie Banken, Versicherungen und Großunternehmen lehnen nachhaltige Investments ab, weil sie Nachteile für ihr Anlageergebnis erwarten. Das hat eine Studie der Fondsgesellschaft Union Investment ergeben, für die im Februar dieses Jahres 256 professionelle Anleger befragt wurden. Demnach sehen 75 Prozent derjenigen, die nachhaltige Investments nicht berücksichtigen, in ihnen eine Kostenbelastung, 73 Prozent sogar eine Renditebremse. Einziger Lichtblick: Immerhin ist mit 64 Prozent ein Großteil der institutionellen Anleger in nachhaltigen Strategien engagiert. Nur 36 Prozent berücksichtigen nachhaltige Kriterien nicht. Allerdings spielen auch bei den Befürwortern ökonomische Gründe eine untergeordnete Rolle. Nur die Hälfte von ihnen ist in nachhaltige Konzepte investiert, weil sie sich davon eine verbesserte Rendite erhofft, heißt es von Union Investment. Als Grund für ein Engagement nennen 70 Prozent die Verbesserung des Image und eine Optimierung der Marketing-Chancen (67 Prozent). „Diese Ergebnisse überraschen insofern, weil es als gesichert gelten kann, dass nachhaltige Investments nicht grundsätzlich zu schlechteren Anlageergebnissen führen müssen“, sagt Alexander Schindler, Vorstandsmitglied von Union Investment und verantwortlich für das Geschäft mit institutionellen Kunden. „Doch offenbar ist einigen Investoren noch unklar, welchen ökonomischen Nutzen nachhaltige Strategien in der Kapitalanlage leisten können.“ Schindler sieht nachhaltige Vermögensstrategien vor allem als einen weiteren Baustein im Risikomanagement. Er fordert eine systematische Integration nachhaltiger Investmentkriterien in den Anlageprozess. Noch ist das jedoch Zukunftsmusik. Laut Umfrage berücksichtigen 95 Prozent der befragten Investoren lediglich Ausschlusskriterien, 67 Prozent nutzen ein negatives Screening und nur 22 Prozent verwenden den aufwändigeren Best-in-Class-Ansatz. Mehr über die Investments mit anständiger Rendite lesen Sie hier

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