Evonik-Zentrale in Essen. Die Anleihen des Industriekonzerns<br>sind im Markit iBoxx Euro High Yield zu 1,5 Prozent<br>gewichtet. Die drittgrößte Position

Evonik-Zentrale in Essen. Die Anleihen des Industriekonzerns
sind im Markit iBoxx Euro High Yield zu 1,5 Prozent
gewichtet. Die drittgrößte Position

Erster ETF mit Hochzins-Effekt

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Der neue Ishares-Fonds enthält europäische Hochzinsanleihen (High Yield Bonds), die in Euro ausgegeben wurden. Diese Papiere kommen von Unternehmen, die Rating-Agenturen als mittelmäßige oder sogar schlechte Schuldner einstufen. Als Entschädigung bekommen Anleger deutlich höhere Zinssätze als beispielsweise für eine Bundesanleihe.

Der Ishares-ETF bildet den Markit iBoxx Euro High Yield Index ab, der aktuell über 180 Unternehmensanleihen enthält. Die durchschnittliche Rendite der Papiere beträgt derzeit über 7 Prozent bei einer Restlaufzeit von gut vier Jahren. Zum Vergleich: Selbst eine zehnjährige Bundesanleihe bringt nicht einmal 3 Prozent.

Die einzelnen Werte wählt Indexanbieter Markit anhand der durchschnittlichen Ratings der drei großen Agenturen Fitch, Standard & Poor's und Moody's aus. Knapp zwei Drittel haben derzeit ein BB-Rating, während Anleihen mit einem CCC-Rating lediglich 5 Prozent ausmachen. Insgesamt reicht die Skala von AAA (beste Note) bis C oder sogar D (Ausfall) – je nach Agentur.

Bisher hatten deutsche ETF-Anleger keine Möglichkeit, Hochzinsanleihen zu kaufen. Andere Rentenmärkte wie etwa Unternehmensanleihen guter Schuldner oder Staatsanleihen decken die Anbieter inzwischen gut ab.

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