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Erwerbsunfähigkeitsversicherung Diese 32 EU-Tarife erfüllen alle Marktstandards

Das Kölner Research-Haus Infinma hat im Rahmen seiner Untersuchung „Marktstandards in der EU – Stand 08/2019“ Tarife von 22 Gesellschaften analysiert. Berücksichtigt haben sie sowohl Produkte zur Absicherung des Risikos einer Erwerbsunfähigkeit (EU), die in Deutschland als auch in Österreich angeboten werden.

Die Bedingungswerke dieser insgesamt 68 selbständigen EU- beziehungsweise EU-Zusatzversicherungen untersuchten die Tester jeweils zum aktuellen Stand. Dabei verglichen sie die jeweiligen Klauseln zu folgenden 17 Qualitätskriterien, um die am häufigsten verwendete Ausprägung als Marktstandard zu bestimmen:

  • Prognosezeitraum
  • rückwirkende Leistung
  • Spezifikation der Erwerbstätigkeit
  • Arbeitsumfang
  • EU aufgrund von Pflegebedürftigkeit
  • Leistungszeitpunkt
  • Meldefristen
  • Beitragsstundung
  • zeitlich befristetes Anerkenntnis
  • Kostenübernahme bei Auslandsaufenthalt
  • Geltungsbereich
  • Mitwirkungspflichten Gesundheit
  • Mitwirkungspflichten Beruf
  • Einmalzahlungen
  • Nachversicherung ohne Anlass
  • Überbrückung von Zahlungsschwierigkeiten
  • BU-Umtausch-Option

Diese Qualitätskriterien werden weder gewichtet noch aggregiert, betonen die Verantwortlichen: „Wir verzichten auf jegliche Verdichtung der Analyse-Ergebnisse.“ Somit könne eine unterdurchschnittliche Qualität in einem Detailpunkt nicht durch eine besonders vorteilhafte Regelung bei einem anderen Kriterium ausgeglichen werden.

Ergebnisse der Studie zu Marktstandards in der Erwerbsunfähigkeitsversicherung im August 2019: Nur 32 der 68 EU-Policen von 22 Anbietern erfüllen die Marktstandards. Quelle: Infinma Institut für Finanz-Markt-Analyse GmbH

Für diejenigen Versicherer und Tarife, die in allen getesteten Kriterien den Marktstandard erfüllen oder übertreffen, vergibt Infinma ein Zertifikat. In der aktuellen Untersuchung haben insgesamt 32 Tarife von zwölf Gesellschaften diese Voraussetzung erfüllt. In der folgenden Tabelle sind sie in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt: 

Versicherer

Zertifiziertes Produkt

Axa

Axa

Axa

SEU, Stand 12/2018

SEU (Rückdeckung), Stand 12/2018

EUZ , Stand 12/2018

Continentale

Continentale

Continentale

Continentale

Continentale

Continentale

PEU, Stand 08/2019

PEUS, Stand 08/2019

PEUZB und PEUZR, Stand 01/2017

PEU, Stand 08/2019 (Österreich)

PEUS, Stand 08/2019 (Österreich)

PEUZB und PEUZR, Stand 01/2017 (Österreich)

DBV

DBV

SEU , Stand 12/2018

EUZ, Stand 12/2018

Dialog

Dialog

Dialog

Dialog

SEU-protect, Stand 01/2019

EUZ, Stand 01/2019

SEU-protect, Stand 01/2019 (Österreich)

EUZ, Stand 01/2019 (Österreich)

Europa

Europa

E-EU, Stand 08/2019

E-SEU, Stand 08/2019

Generali (Österreich)

Erwerbsunfähigkeitsversicherung, Stand 06/2019 (Österreich)

Hannoversche

SEU18, Stand 01/2018

HDI

HDI

HDI

SEU EGO Basic, Stand 01/2019

SEU EGO Basic DV, Stand 01/2019

SEU EGO Basic, Stand 01/2019 (Österreich)

Inter

EU-Rente (3 Stunden), Stand 01/2017

Metallrente

Metallrente

Metallrente

Metallrente

MR.EMI Plus care, Stand 07/2018

MR.EMI Plus, Stand 07/2018

MR.EMI Smart care, Stand 07/2018

MR.EMI Smart, Stand 07/2018

Volkswohl Bund

Volkswohl Bund

Volkswohl Bund

SEU, Stand 01/2017

EUZ, Stand 01/2017

EUZ DV, Stand 01/2017

Zurich

Zurich

Erwerbsunfähigkeits-Schutzbrief, Stand 07/2019

Erwerbsunfähigkeits-Schutzbrief (DV), Stand 07/2019

„In der EU tut sich seit Jahren wenig“

Marc C. Glissmann, Infinma

„Während wir in diesem Jahr in der Berufsunfähigkeitsversicherung zahlreiche Veränderungen bei den Marktstandards analysiert haben, die zum Teil auch zu Auswirkungen bei der Zertifizierung geführt haben, ist die Situation in der EU unverändert geblieben“, erläutert der geschäftsführende Infinma-Gesellschafter Jörg Schulz. „Die Marktstandards haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert.“

„Die Ergebnisse in der EU sind doch etwas enttäuschend“, ergänzte sein Geschäftsführer-Kollege Marc Glissmann. „Während die BU-Produkte nach wie vor einem starken Wettbewerb ausgesetzt sind und die Versicherer laufend nach Innovationen suchen, tut sich in der EU seit Jahren wenig. Es scheint fast so, als wenn die Versicherer die EU als Alternative selber nicht so ernst nehmen.“

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