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"Es befindet sich viel Qualität in den Portfolios offener Immobilienfonds"

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Auf die „Big Seven“ – also die Städte Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, München und Stuttgart – entfielen mit 5,13 Milliarden Euro mehr als die Hälfte des Volumens. Hier fällt das Minus im Vergleich zum ersten Halbjahr 2011 mit 4 Prozent auf den ersten Blick auch moderater aus als im Gesamtmarkt.

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München mit Ausreißern


Aber: Während München und Stuttgart ihre Umsätze deutlich erhöhen konnten, sind in allen anderen Hochburgen Rückgänge im Zwölf-Monats-Vergleich zu verzeichnen: minus 46 Prozent in Frankfurt, minus 30 Prozent in Köln und Düsseldorf, minus 26 Prozent in Hamburg und minus 7 Prozent in Berlin.

Im Münchener Umsatzwert von rund 1,6 Milliarden Euro sind einige größere Transaktionen enthalten. So schlugen die Maximilianhöfe (Büros) mit 270 Millionen Euro zu Buche; die Pasing Arcaden (Einzelhandel) wechselten für 250 Millionen Euro den Besitzer.

Büros und Einzelhandel sind gefragt

Der Anteil der gehandelten Büro-Investments blieb mit 44 Prozent auch im zweiten Quartal auf einem hohen Niveau. Über das gesamte Halbjahr hinweg wechselten Büroimmobilien im Volumen von 4,2 Milliarden Euro den Besitzer und damit rund 45 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2011.

„Nach einem schwachen Jahresbeginn haben Einzelhandelsimmobilien entgegen dem Gesamttrend im Frühjahr leicht zugelegt“, sagte Jörg Ritter. Sie kämen nun auf einen Anteil von 30 Prozent (2,9 Milliarden Euro). Mehr als die Hälfte davon entfiel auf den Verkauf von Shopping Centern. Es folgen Fachmarktzentren, die ihren Anteil auf aktuell 16 Prozent verdoppeln konnten.

Zahl ausländischer Investoren wächst

Ausländische Investoren haben ihre Aktivitäten laut Halbjahresbericht in Deutschland in den vergangenen beiden Jahren wieder deutlich erhöht. Insbesondere institutionelles Kapital von Pensionsfonds und Versicherungen sei auf der Suche nach Anlagemöglichkeiten, und Deutschland stehe als Zielland nach wie vor ganz weit oben auf der Liste möglicher Investitionsländer.

In den ersten sechs Monaten haben ausländische Investoren für rund 3,1 Milliarden Euro deutsche Immobilien gekauft. „Ein höheres Volumen wird durch das Angebot an geeigneten Produkten begrenzt. Wir gehen aber davon aus, dass sich ausländische Investoren in der zweiten Jahreshälfte abschlussfreudiger zeigen und sich der Anteil dann auf etwa die Hälfte des Transaktionsvolumens einpendeln wird“, so Helge Scheunemann, Leiter Research Jones Lang LaSalle Deutschland.

Ritter ergänzt: „Der Fokus dieser Käufergruppen liegt nicht zuletzt auf Einzelhandelsimmobilien aus dem Core-Segment, auch hier spielt der Sicherheitsaspekt eine wesentliche Rolle.“
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