Eric Pedersen, Head of Responsible Investments bei Nordea Asset Management

Um die eskalierende globale Erwärmung einzudämmen, ist eine erhebliche Reduzierung der Treibhausgasemissionen, insbesondere CO2, unerlässlich. Investoren spielen eine Rolle bei der Dekarbonisierung unseres Planeten, aber wir müssen mehr tun, als den CO2-Fußabdruck unserer Portfolios zu reduzieren, indem wir einfach nur Unternehmen mit höheren Emissionen aus unseren Portfolios ausschließen.

In Wirklichkeit wird es in der CO2-armen Wirtschaft der Zukunft, die wir anstreben, auch weiterhin die heutigen intensiven Emittenten geben. Viele können sogar eine entscheidende Rolle dabei spielen, uns dabei zu helfen, wichtige Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. 

Nehmen wir zum Beispiel die kohlenstoffintensive Stahlindustrie: Aufgrund ihres negativen ESG-Images dürften Aktien dieses Sektors in vielen nachhaltigkeitsorientierten Anlagestrategien kaum eine Rolle spielen, während sie aber ein wichtiger struktureller Wegbereiter der Energiewende sind. So kann ein Offshore-Windpark oder eine Photovoltaikanlage möglicherweise stahlintensiver sein als ein herkömmliches Kohle- oder Gaskraftwerk. Ein so allgegenwärtiger Werkstoff wie Stahl (oder auch Zement) darf bei der globalen Dekarbonisierung nicht außer Acht gelassen werden. Vielmehr sollte die Dekarbonisierung der Herstellungsprozesse im Kontext eines globalen Netto-Null-Ziels sehr ernst genommen werden.

Sie können nicht nur einen erheblichen Teil der erforderlichen globalen Emissionsreduzierungen liefern, sondern verfügen auch über das Potenzial zur Generierung von Alpha, was sie unter dem Gesichtspunkt der reinen Rendite attraktiv macht. Wenn wir uns die Bewertungen ansehen, können Unternehmen, die oberflächlich als Nachzügler bei der Bekämpfung des Klimawandels wahrgenommen werden, erhebliche Abschläge erleiden. 

So unkonventionell es auch erscheinen mag, die Investition in und die Zusammenarbeit mit Umweltnachzüglern mit dem Potenzial, Emissionen zu reduzieren, ihre ESG-Leistung zu verbessern und ESG-Risiken zu mindern, kann einen echten Mehrwert bringen. Während es möglicherweise einfacher ist, Aktien mit hohen Emissionen im Austausch gegen sogenannte „Best-in-Class“-ESG-Performer einfach auszuschließen, ist ein strategischer Ansatz mit zielgerichtetem Engagement besser geeignet, den Übergang zu einer nachhaltigeren Welt zu erreichen – allerdings muss man dazu auch gewillt sein, sich „die Hände schmutzig zu machen“. Bei unserer Global Climate Engagement Strategie scheuen wir uns nicht davor.

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