Zoltan Koch

Zoltan Koch

„Es müssen nicht immer nur die größten zehn sein“

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DAS INVESTMENT.com: Was ändert sich in der Anlagestrategie des Nestor Osteuropa?

Zoltan Koch: Die Bottom-up-Strategie, bei der zunächst die einzelnen Unternehmen und erst dann die globalen Aussichten des betreffenden Marktes untersucht werden, wird eine viel größere Rolle spielen. Zukünftig werden 85 bis 90 Prozent des Portfolios nach dem Bottom-up-Prinzip ausgewählt. Auch die Länder-Allokation wird sich ändern.

DAS INVESTMENT.com: Und wie?

Koch: Wir werden das Portfolio breiter aufstellen. Zurzeit sind wir sehr stark in Russland aktiv: Das Land macht knapp 62 Prozent des Aktienportfolios aus. Es gibt aber auch interessante Länder in Mitteleuropa wie Ungarn und Rumänien, die im Portfolio nicht oder nur unzureichend Platz finden. Wir werden diese Positionen in Zukunft ausbauen.

DAS INVESTMENT.com: Derzeit ist aber der russische Markt Ihr Favorit und Renditetreiber. Warum?

Koch: Wegen der ertragsstarken Unternehmen aus der Finanz- und Energie-Branche.

DAS INVESTMENT.com: Wie Sberbank, Gazprom und Lukoil?

Koch: Ja, aber nicht nur. Es gibt auch attraktive Industrie- und Transport-Werte. Außerdem findet man sowohl in Russland als auch in Osteuropa allgemein viele Unternehmen aus der zweiten Reihe, die den weltweit bekannten Großkonzernen das Wasser reichen können. Es müssen nicht immer nur die größten zehn sein. Wir wollen uns in Zukunft stärker in solchen Unternehmen engagieren.

DAS INVESTMENT.com: Ihre zweitgrößte geografische Position ist Polen. Was spricht für das Land?

Koch: Polen ist der größte Kapitalmarkt in Mitteleuropa. Das Wirtschaftswachstum ist stabil – für das Jahr 2011 rechnen Experten mit 4 Prozent. Das Land hat einige kleinere Industrieunternehmen zu Schnäppchenpreisen zu bieten. Auch der polnische Versicherungsmarkt ist sehr interessant.

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