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ESG-Ausblick 2023 Mit welchen nachhaltigen Investitionen Asset Manager jetzt punkten wollen

Die Energieinfrastruktur (hier ein Solarturmkraftwerk in Nevada) ist nur ein Bereich, in dem in den USA viel Arbeit anliegt
Die Energieinfrastruktur (hier ein Solarturmkraftwerk in Nevada) ist nur ein Bereich, in dem in den USA viel Arbeit anliegt: Der Inflation Reduction Act (IRA) sieht gewaltige Ausgaben und Steuergutschriften vor. | Foto: Imago Images / Bild13
Mary Jane McQuillen

Wem daran gelegen ist, Umwelt-, Sozial- und Governance-Faktoren in den Anlageprozess einzubinden, erhält vom Markt dafür viel Unterstützung: 2022 gab es eine Reihe von Neuerungen – wie die EU-Verordnung Sustainable Finance Disclosure Regulation (SFDR) –, die dazu beitragen dürften, ESG-Investitionen und die breite Diskussion über Nachhaltigkeit zu verbessern.

2022 war auch das erste Jahr, in dem Asset Manager im Verbund der „Net Zero Asset Managers Initiative“ (NZAM) – eine der wichtigsten Initiativen der Investmentbranche, die Fondsgesellschaften ermutigen soll, bis 2050 Netto-Null-Emissionsziele zu erreichen, und in der auch ClearBridge Investments Mitglied ist – ihre Zielsetzungsmethoden zur Prüfung und Genehmigung einreichen konnten.

2023: Die Regulierung nimmt weiter zu

Auch im Jahr 2023 wird die Regulierung ein zentrales Thema für nachhaltigkeitsorientierte Anleger bleiben. Die Regulierungsvorgaben wirken sich zunehmend darauf aus, wie nachhaltige Anlagestrategien von Anlegern wahrgenommen und bewertet werden. Ab Januar verlangen die Anforderungen der Stufe 2 der SFDR-Verordnung auch die Berichterstattung über die wichtigsten negativen Auswirkungen einer Geldanlage, selbst wenn es nach wie vor schwierig ist, entsprechende Daten zu sammeln, zu bewerten und zu vergleichen. Insgesamt ist weltweit die Zahl der Regulierungsinitiativen von 2021 bis 2022 um 37 Prozent gestiegen. Europa ist hier führend, und es wird erwartet, dass die Regulierung in Zukunft weiter zunimmt.

Der Übergang zu sauberer Energie wird die Nachhaltigkeitsdiskussionen weiterhin dominieren, da der U.S. Inflation Reduction Act (IRA) gewaltige Ausgaben und Steuergutschriften vorsieht und damit grünes Licht für langfristige klimafreundliche Investitionen in allen Sektoren gibt. Das Gesetz ebnet erneuerbaren Energien, die ihre Wettbewerbsfähigkeit kontinuierlich verbessern, den Weg, soll den Ausbau der E-Mobilität voranbringen und fördert Unternehmen, die mit Lösungen in den Bereichen Gebäude- und Energieeffizienz aufwarten. Dabei ist es stets wichtig, die Rentabilität des Unternehmens und die Stärke des Geschäftsmodells im Blick zu behalten: Langfristig stellen politische Initiativen keinen Ersatz für starke Fundamentaldaten dar.

 

Der Inflation Reduction Act beschleunigt nicht nur den Einsatz erneuerbarer Energien, sondern bringt neue Technologien wie Batteriespeicher, Wasserstoffnutzung sowie Kohlenstoffabscheidung und -speicherung auf den Weg. Der IRA will die US-Produktion stimulieren, wobei zugleich fairen Löhnen und dem verantwortungsvollen Abbau von Mineralien, die für die Energiewende notwendig sind, Vorrang eingeräumt werden soll.

Die Rohstoffgewinnung rückt in den Fokus…

Die Gewinnung von Mineralien wird immer wichtiger: Für die Elektrifizierung werden enorme Mengen an Kupfer für Stromleitungen sowie Batteriematerialien wie Kobalt und Lithium für die Speicherung von Strom benötigt. Ihr Abbau ist mit erheblichen ESG-Risiken verbunden. Für Investoren, die in saubere Energiespeicher investieren, ist ein verantwortungsvolles Engagement in der Rohstoffindustrie unerlässlich, denn bekanntlich belastet der Bergbau die Umwelt in erheblichem Maß. Viele Minen werden in Schwellenländern betrieben, die aufgrund eines niedrigeren Lebensstandards, geringeren sozialen Schutzes und einer laxeren Regierungsführung und Umweltvorschriften erhebliche Risiken aufweisen. Die globale Rohstoffindustrie liefert viele der für die Elektrifizierung erforderlichen Rohstoffe; der Schutz der Umwelt in den jeweiligen Regionen und der Menschen, die dort leben, ist von größter Bedeutung.

…und auch die Biodiversität

Biodiversität sowie Menschen- und Arbeitsrechte werden ebenfalls immer wichtiger, vor allem bei Unternehmen mit Betrieben oder Zulieferern in Schwellenländern. Eine Umfrage unter 51 institutionellen Anlegern ergab, dass die biologische Vielfalt im Jahr 2023 voraussichtlich den gleichen Stellenwert wie der Klimawandel haben wird (siehe Grafik 1).

Grafik 1: Biodiversität gewinnt bei institutionellen Anlegern massiv an Bedeutung (Stand: Dezember 2022)

Was die Menschen- und Arbeitsrechte betrifft, werden von der US-Börsenaufsicht SEC mehr Offenlegungen für Investoren in Erwägung gezogen. Auf der Grundlage der Trends bei den Stimmrechtsvertretungen im Jahr 2022 ist zu erwarten, dass Aktionärsanträge im Bereich Soziales, deren Zahl im Jahr 2022 um 17 Prozent (laut der US-Anwaltskanzlei Sullivan & Cromwell LLP.) zugenommen hat, auch 2023 weiter zunehmen werden. Hauptsächlich haben Anträge zu Bürgerrechten, Menschenrechten und Auswirkungen auf die Rassengleichheit um 81 Prozent (Sullivan & Cromwell LLP.) zugenommen.

Im Jahr 2023 sind viele weitere Vorschläge von Aktionären zu erwarten, die sich auf die Offenlegung von Klimazielen und politische Ausgaben, Arbeitsplätze ohne Diskriminierung, Diversität im Vorstand, den Stand der Cybersicherheit, die Qualifikationen von Direktoren und die Praktiken des Personalmanagements beziehen.

Fossile Brennstoffe spielen in der Kapitalanlage weiterhin eine Rolle

Manche Marktteilnehmer meinen, die Priorität für ESG-Investoren liege in der Desinvestition aus bestimmten Branchen wie fossilen Brennstoffen. In Wirklichkeit schließen jedoch nur 13 Prozent der in den USA domizilierten ESG-Strategien fossile Brennstoffe aus (siehe Grafik 2).

Grafik 2: Europa, USA und Asien: In welcher Höhe schließen diese Regionen kontroverse Themen aus ESG-Fonds aus? (Stand: November 2022)

Ebenso wird seit langem angenommen, dass ESG-Investoren sich in erster Linie auf „ideelle Werte“ konzentrieren und dabei einen ausschließenden Ansatz verfolgen (wie Tabakkonzerne und Waffenhersteller). Bei unserer Überprüfung eines repräsentativen US-Aktienuniversums haben wir jedoch festgestellt, dass nur 4 Prozent der enthaltenen Titel durch solche Ausschlusskriterien gemieden wurden (am entschiedensten greifen hier US-ESG-Fonds durch).

Der Ausstieg aus fossilen Brennstoffen ist eine Strategie für Anleger, die die Energiewende unterstützen wollen. Doch sie wird von ESG-Anlegern nicht so häufig genutzt, wie manche Schlagzeilen vermuten lassen. Erschwerend kommt hinzu, dass sich viele Unternehmen, die fossile Brennstoffe einsetzen, auf eine umweltfreundlichere Zukunft einstellen, und dass es Energie-Alpha außerhalb des traditionellen Energiesektors gibt, zum Beispiel in Technologie- und Industrieunternehmen. ESG-Anleger haben indes andere Anlagemöglichkeiten im Energiesektor – erneuerbare Energien – bei denen die Nachfrage und die erzielte preisliche Wettbewerbsfähigkeit das Wachstum beschleunigen.

Fazit: Treffgenauigkeit und Transparenz von ESG werden erhöht

Angesichts der Tatsache, dass Investoren, die Mitarbeiter in Betrieben und andere Stakeholder weiterhin auf Klima- und Diversitätsrichtlinien und Offenlegung drängen – und Unternehmen und ihre Vorstände sich in einem zunehmend komplexen rechtlichen und regulatorischen Umfeld zurechtfinden müssen – werden ESG-Themen auch im Jahr 2023 Priorität haben. Ob von Regierungen vorgeschrieben oder von Unternehmen initiiert, um langfristigen Shareholder-Value zu schaffen, Risiken zu mindern oder um auf Initiativen und Kampagnen von Investoren und anderen Stakeholdern zu reagieren – wir bei ClearBridge Investments freuen uns auf wirksame und transparente nachhaltige Investitionen im Jahr 2023. Durch aktive Investitionen und Engagement wird die Bedeutung von ESG in der Unternehmenslandschaft nicht nur gefestigt, sondern auch ausgebaut.

Wichtige rechtliche Hinweise:

Dies ist eine Marketingmitteilung. Bitte lesen Sie den Verkaufsprospekt und das KIID, bevor Sie eine endgültige Anlageentscheidung treffen. Alle Investitionen sind mit Risiken verbunden, einschließlich des möglichen Verlusts des Kapitals.

Bitte beachten Sie, dass es sich bei diesem Dokument um allgemeine Werbeinformationen handelt und nicht um eine vollständige Darstellung oder Finanzanalyse eines bestimmten Marktes, einer bestimmten Branche, eines bestimmten Wertpapiers oder eines oder mehrerer aufgelisteter Investmentfonds. Franklin Templeton veröffentlicht nur produktbezogene Informationen und gibt keine Anlageempfehlungen.

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