Quelle: Erste Sparinvest

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Espa WWF Stock Umwelt: Der Nachhaltigste

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Fondsmanager Hans Leitner investiert weltweit in Unternehmen, die überwiegend im Bereich der Umwelttechnologie tätig sind. Zurzeit ist er vor allem in den Bereichen Erneuerbare Energien (32 Prozent des Fondsvermögens), Wasseraufbereitung (27 Prozent), Energieeffizienz (14 Prozent), Recycling (12 Prozent) sowie Gesundheit und Entwicklung (7 Prozent) investiert. Knapp die Hälfte seines Portfolios machen US-Firmen aus. Rund 35 Prozent entfallen auf europäische, 15 Prozent auf asiatische Titel. Leitner kauft hauptsächlich Aktien kleinerer Unternehmen. In den Boom-Jahren 2006 und 2007 hat der Espa WWF Stock Umwelt seinen Vergleichsindex MSCI World Small Cap weit hinter sich gelassen: 2006 um rund 13 Prozentpunkte, 2007 um knapp 35 Prozentpunkte. Im Krisenjahr 2008 hat sich das Blatt jedoch gewendet: Mit einem Minus von 48 Prozent hinkte der Espa WWF Stock Umwelt dem Index um rund 9 Prozentpunkte hinterher. Auch seit Jahresbeginn liegt der Fonds noch hinter seiner Benchmark. Bei der Titelauswahl bekommt Fondsmanager Leitner Unterstützung von einem Umweltbeirat, der die Einhaltung ökologischer und sozialer Kriterien überwacht: Nur Unternehmen, die der Beirat freigibt, kommen in Leitners Portfolio. Kinderarbeit, Tierversuche, Atom- und Kohlekraftwerke, Gentechnologie sowie die Öl-, Waffen- und Luftfahrtindustrie sind absolut tabu. Der Beirat setzt sich aus Experten des Instituts für Ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW), der Österreichischen Gesellschaft für Umwelt und Technik (ÖGUT) sowie des Öko-Invest-Verlags zusammen. Der „ökologische Fußabdruck“ entscheidet „Wir wollen wissen, wie ernst es Unternehmen mit dem Umweltschutz nehmen“, erklärt Heinz Bednar, Vorsitzender der Erste Sparinvest-Geschäftsführung. Setze das Unternehmen beispielsweise seine Verpackungsmaterialien sparsam ein? Habe es Strategien zur Steigerung der Energieeffizienz entwickelt und umgesetzt? „Es interessiert uns, welchen ‚ökologischen Fußabdruck‘ das Unternehmen nachfolgenden Generationen hinterlässt“, so Bednar. Auch soziale Kriterien – dazu zählt der verantwortungsvolle Umgang mit Mitarbeitern, Lieferanten und Kunden – spielen eine wichtige Rolle. Das allein reicht dem Fondsmanagement jedoch noch nicht: Das WWF im Namen verdankt der Espa-Fonds einer Kooperation mit dem World Wide Fund for Nature (WWF), die seit Oktober 2006 besteht. Ein Teil der Fondserträge fließen dem Wasserschutz- und Klimaschutzprogramm des WWF Österreich zu. Außerdem unterstützen Anleger mit dem Espa-Fonds ein Artenschutzprogramm im Amazonas-Regenwald. Wo steht nur Nachhaltigkeit drauf und wo ist auch wirklich welche drin? Der Finanzdatenanbieter Finance & Ethic Research (FER) hat 100 Fonds bewertet. Nur die beiden Espa-WWF-Produkte haben die höchste Punktzahl ergattert.

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