Der europäische ETF-Markt hat im ersten Halbjahr 2026 bereits einige Rekorde aufgestellt: Nach Daten des Analysehauses Morningstar flossen den europäischen börsengehandelten Indexfonds und Exchange Traded Commodities allein im ersten Quartal 101,7 Milliarden Euro zu, im April kam mit dem Überschreiten der 3-Billionen-Euro-Marke beim verwalteten Vermögen ein weiterer Meilenstein hinzu. Zwischen geopolitischen Erschütterungen im Nahen Osten, die im März für einen kurzen Einbruch sorgten, und der Erholung im April und Mai zeigte sich die Branche insgesamt robust.

Wer von diesem Wachstum am meisten profitieren konnte, geht aus Zahlen des ETF-Datenanbieters Trackinsight hervor. Neben den erwartbaren Namen tummeln sich im Ranking auch einige Neulinge mit spannenden Geschichten. Die Anbieter, die die meisten Milliarden kassierten, und womit sie bei Anlegern punkten konnten, zeigen wir Ihnen auf den folgenden Seiten – der Reihe nach von Platz 20 bis zum Spitzenreiter.

Daten: Trackinsight, Stand: 30. Juni 2026

Platz 20: Dimensional

Zufluss YTD: 1,36 Milliarden Euro

Der US-Anbieter Dimensional ist ein Neuling im europäischen ETF-Geschäft: Die ersten beiden aktiven Ucits-ETFs notiert das Haus erst im November 2025 in Frankfurt und London. Im März 2026 feierte Dimensional den Handelsstart zweier weiterer Core-Equity-Strategien mit einer Bellringing-Zeremonie an der Frankfurter Börse – als Ergänzung, nicht als Konkurrenz zu den klassischen Dimensional-Fonds, wie ausdrücklich betont wurde.

Weltweit verwaltet das 1981 gegründete Haus bereits mehr als 200 Milliarden Dollar in über 40 aktiven ETFs, vor allem in den USA und Australien, wo es sich selbst als größten Anbieter aktiver ETFs bezeichnet. Der charakteristische Investmentansatz setzt auf breite Streuung, tägliches Rebalancing und ein systematisches Übergewichten von Titeln mit höherer erwarteter Rendite.