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Studie von Extra ETF Wie ETF-Sparpläne den deutschen Investmentmarkt umkrempelten

Der Trend zu ETF-Sparplänen wächst immer schneller
Der Trend zu ETF-Sparplänen wächst immer schneller | Foto: Adobe Firefly
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200 Milliarden Euro – so viel Geld werden Privatanleger in Kontinentaleuropa bis Ende 2023 in ETFs investiert haben. Der Löwenanteil davon entfällt auf Deutschland: Hierzulande sind 135 Milliarden Euro in ETFs investiert, 65 Milliarden im restlichen kontinentaleuropäischen Markt.

Treiber dieses Wachstums sind ETF-Sparpläne, mit denen Anleger monatlich auch mit kleinen Summen ETFs besparen können. Sie werden in Deutschland seit September 2010 angeboten. Wie erfolgreich sie sind, zeigt ein Blick auf die Zahlen: Im Juni 2017 wurde erstmals die Schwelle von 500.000 ETF-Sparplänen überschritten, im Mai 2019 folgte die Millionen-Marke. Nur anderthalb Jahre später, im Dezember 2020, gab es bereits zwei Millionen ETF-Sparplan-Ausführungen.

Der Boom von Neobrokern wie Scalable Capital und Trade Republic befeuerte den Trend weiter. Ende 2023 werden es voraussichtlich 7,6 Millionen ETF-Sparpläne sein.

Ein Ende des Wachstums ist nicht in Sicht, glaubt man einer aktuellen Untersuchung von Extra ETF in Zusammenarbeit mit iShares. „Bis Ende 2028 sehen wir den kontinentaleuropäischen Markt für ETF-Sparpläne auf 32 Millionen monatlich ausgeführte ETF-Sparpläne anwachsen“, heißt es darin. Das jährliche Sparvolumen dieser ETFs werde dann 64,3 Milliarden Euro betragen.

 

„Bis 2028 wird ein Drittel aller ETF-Sparpläne in Kontinentaleuropa ausgeführt, heute sind es rund sieben Prozent.“ Mit 650 Milliarden Euro werde sich das gesamte in ETFs investierte Anlagevolumen von Privatanlegern in Kontinentaleuropa bis dahin mehr als verdreifachen.

Die Studie analysiert die Entwicklung der ETF-Sparpläne und liefert interessante Details.

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So bevorzugen alle Altersklassen im Durchschnitt Einzelaktien, die mit rund 60 Prozent den größten Anteil ausmachen, gefolgt von ETFs mit 26 Prozent. Derivate stellen mit zwei Prozent einen minimalen Anteil dar, während die restlichen zwölf Prozent auf Cash-Bestände entfallen.

Interessant ist, dass Neulinge im Kapitalmarkt tendenziell weniger in Einzelaktien (56 Prozent) und mehr in ETFs (31 Prozent) investieren. Im Gegensatz dazu halten erfahrene Anleger durchschnittlich 63 Prozent ihrer Anlagen in Einzelaktien und 22 Prozent in ETFs.

Aktien dominieren die Depots, ETFs folgen an zweiter Stelle
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Durchschnittlicher ETF-Sparplan liegt bei 120 Euro

ETFs sind bei Sparplan-Nutzern besonders beliebt, vor allem bei jüngeren Leuten zwischen 18 und 25 Jahren. Sie investieren im Schnitt 41,2 Prozent ihres Depotvolumens in ETFs, während ältere Anleger ab 66 Jahren nur 16 Prozent in ETFs anlegen. Die ING-Diba Bank stellt fest, dass ihre Sparplan-Kunden im Durchschnitt 39 Jahre alt sind. Mit dem Alter nimmt die Beliebtheit von Sparplänen ab, vermutlich weil der Zeitraum für langfristigen Vermögensaufbau schrumpft.

Menschen im Alter von 18 bis 35 Jahren haben im Schnitt vier Sparpläne, wovon drei auf ETFs basieren. Die monatliche Sparplanrate für ETF liegt bei 120 Euro, steigt jedoch mit dem Alter. Bei den 18- bis 25-Jährigen liegt sie bei durchschnittlich 99 Euro, bei Personen über 66 Jahren liegt sie bei bis zu 199 Euro.

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