ETFGI-Statistik

Das sind die wichtigsten ETF-Gesellschaften Europas

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Welcher Anbieter von ETF- und ETP-Produkten konnte im vergangenen Jahr die höchsten Nettomittelzuflüsse verzeichnen? Nach Angaben des britischen Research-Unternehmens ETFGI lag 2015 der Blackrock-Ableger Ishares ganz vorn: 31,1 Milliarden Euro Anlegergelder sammelte die US-Gesellschaft 215 ein. An zweiter Stelle steht die ETF-Sparte der Deutschen Asset Management (vormals DeAWM) DB X-Trackers. Sie konnte rund 10,5 Milliarden Euro hinzugewinnen. Auf Platz drei folgt Lyxor Asset Management. Der Tochter der französischen Bank Société Générale flossen rund 9 Milliarden Euro Neumittel zu.

Die Mittelzuflüsse spiegeln auch das Volumen der Mittel wider, die die Gesellschaften aktuell anlegen: Auch hier liegt Ishares an erster Stelle, mit weitem Abstand gefolgt vom DB-X-Tracker-Anbieter und Lyxor.



Die gegenwärtig starken Absatzzahlen von Indexprodukten sieht ETFGI-Leiterin Deborah Fuhr den gegenwärtigen Marktumbildungen geschuldet: Privatanleger griffen durch den Trend zur digitalen Vermögensberatung in letzter Zeit immer häufiger zu Indexprodukten. Institutionelle Anleger ersetzten Future-Wetten vermehrt durch ETF-Investments – und Finanzberater nutzten bevorzugt Indexfolger, um ihre Multi-Asset-Portfolios zu bestücken.  

Beliebteste Indizes

Die am häufigsten gewählten Indizes, auf die in Europa erhältliche ETFs laufen, sind der MSCI World, in dessen Produkte 23,2 Prozent des Vermögens angelegt sind. An zweiter Stelle steht der Euro Stoxx mit 22,1 Prozent Anteil, gefolgt von Dow Jones Industrial Average mit 12,4 Prozent und dem FTSE 100 mit 9,6 Prozent Anteil.

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