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ETFs: Durchbruch mit Nebenwerten

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Einmal mehr versuchen europäische Standardwerte in diesen Tagen, ihre inzwischen viele Monate alten Widerstände zu überwinden und die Rally vom vergangenen Jahr fortzusetzen. Ein Durchbruch mit Fragezeichen, den Nebenwerte schon vor einigen Wochen erfolgreich absolviert haben. Das lässt auf weitere Kursgewinne hoffen.

Doch Nebenwerte haben noch einen weiteren Vorteil, der sie per se lukrativ macht: Sie sind nicht so groß wie die Index-Schwergewichte und können deshalb auch stärker wachsen. Prominentes Beispiel ist die Softwareschmiede SAP, die ihren Aktionären das meiste Geld vor ihrer Aufnahme in den Dax brachte. Gleiches gilt für Infineon und andere.

Der Indexanbieter Stoxx hat deshalb seinen äußerst marktbreiten Stoxx 600 in drei Subindizes geteilt, den Stoxx Europe Small 200 und eine Mid- beziehungsweise Large-Cap-Version. Können die Small Caps den Stoxx 600 mangels Gewicht kaum beeinflussen, bekommen die lieben Kleinen mit dem Small-200-Index deutlich mehr Gewicht im Depot.

Die erste Fondsgesellschaft, die den Teilindex als ETF verpackt hat, war 2005 I-Shares (WKN A0D8QZ, jährliche Gebühr 0,19 Prozent). Mit 0,35 Prozent pro Jahr ist die seit April 2009 erhältliche Variante von Source (WKN: A0R GCN) etwas teurer – aber via Swap.

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