ETFs sind in Europa das Anlageprodukt, das am schnellsten wächst. Die „People & Money“ Studie 2025 von BlackRock verfolgt das Verhalten von ETF-Anlegern seit 2022, benennt wichtige demografische und regionale Wachstumschancen und präsentiert konkrete Vorschläge, um das Vertrauen und das Engagement neuer Anleger zu stärken.

1. Der europäische ETF-Markt ist im Wandel

Europaweit beobachten wir, dass immer mehr Menschen mit dem Investieren beginnen. So ist die Zahl der Anleger von 102 Millionen im Jahr 2022 auf heute 117 Millionen gewachsen.

Bemerkenswert ist dabei, wie schnell die ETF-Nutzung verglichen mit anderen Anlageprodukten zunimmt. Gemäß unserer Studie gab es 2022 19,3 Millionen ETF-Anleger in Europa, im September 2025 hingegen 32,8 Millionen. 40 Prozent (13,2 Millionen) davon investieren über iShares ETFs. Seit 2022 ist die Zahl der ETF-Anleger in Europa durchschnittlich um 19 Prozent pro Jahr gestiegen – mehr als doppelt so schnell wie die Zahl der Krypto-Anleger (+8 Prozent) und deutlich schneller als bei Anleihen (+5 Prozent) und Aktien (+4 Prozent). Lagen ETFs 2024 noch auf Platz vier unter den meistgehaltenen Produkten, so nehmen sie 2025 den dritten Platz ein, nur Aktien und Investmentfonds sind noch beliebter.

Deutschland war führend bei diesem Wachstum mit 5,3 Millionen neuen ETF-Anlegern seit 2022. Die Zahl der ETF-Anleger ist durchschnittlich um 17 Prozent pro Jahr gestiegen – fast dreimal so schnell wie bei Aktien (+6 Prozent) und nur knapp hinter Krypto (+20 Prozent). Mit heute 14,5 Millionen Anlegern sind ETFs zum zweitbeliebtesten Anlageprodukt in Deutschland geworden – übertroffen nur von Aktien mit 15,1 Millionen Anlegern.

Ein unterstützender Faktor für diese breite Akzeptanz ist die finanzielle Bildung: 48 Prozent der deutschen Erwachsenen geben an, zumindest grundlegende Kenntnisse zu ETFs zu haben* – dies ist neben Österreich die höchste Rate in Europa.

Wachstum beim ETF-Besitz

Als wir 2022 erstmals den ETF-Besitz in Europa abfragten, hätte kaum jemand vorhersehen können, wie rasant die Akzeptanz wachsen würde.

In folgenden drei Gruppen wächst die ETF-Nutzung am schnellsten: Frauen, jüngere Anleger und Personen mit niedrigeren Einkommen. In Deutschland hielten 2022 40 Prozent der Anleger ETFs, 2025 waren es bereits 55 Prozent. Die größten Zuwächse zeigten sich bei Frauen, bei 25- bis 54-Jährigen sowie bei Personen mit niedrigerem Einkommen. Dies deutet darauf hin, dass der Zugang zu ETFs immer niedrigschwelliger wird.