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ETFs trotz Börsenturbulenzen gefragt

ETFs trotz Börsenturbulenzen gefragt

Die Kurzstürze an den weltweiten Börsen haben auch bei Exchange Traded Funds (ETFs) für den Aktienmarkt Spuren hinterlassen: Nur zwei von insgesamt 325 europäischen Aktien-Indexfonds schlossen das erste Quartal dieses Jahres im Plus ab. Das geht aus einer aktuellen ETF-Statistik der Reuters-Tochter Lipper hervor. Demnach lief es für den MSCI-Türkei-ETF der Barclays-Marke Ishares (WKN: A0LEW5) mit minus 43,1 Prozent am schlechtesten. 

Als sicherer Hafen im Börsensturm erwies sich Gold: Mit einer Wertsteigerung um 2,8 Prozent schloss der Market Access Amex Gold Bugs (WKN: A0MMBG) von allen ETFs am Besten ab. Der zugrundeliegende Index setzt sich aus Unternehmen zusammen, die ihre Goldproduktion auf Termin verkauft haben. 

Der Börsenumsatz bei ETFs stieg in den ersten drei Monates dieses Jahres gegenüber dem Vorquartal um 58,5 Prozent. „Kein Wunder“, kommentiert Detlef Glow, Deutschland-Chef von Lipper. Bei heftigen Kursbewegungen werde deutlich mehr gehandelt als in ruhigen Börsenphasen. 

Trotz der scharfen Korrektur am Aktienmarkt stieg auch das Gesamtvermögen, das in Europas ETFs verwaltet wird: Gegenüber Ende 2007 legte es um 4,6 Prozent auf 96,3 Milliarden Euro zu. Das liegt vor allem am Wachstum bei ETFs für den Renten- und Geldmarkt. Mit einem Volumen von 2,6 Milliarden Euro war das größte Produkt dieser Kategorie der Eonia Total Return Index ETF (WKN: DBX0AN) von DB X-Trackers.