ETFs: Vertrieb scheitert an der Bezahlung

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Es geht halt meistens ums Geld: Fast jeder zweite Finanzberater in Deutschland (42 Prozent) bietet börsengehandelte Indexfonds (ETF für Exchange Traded Funds) nicht an, weil sie eine zu geringe Provision einbringen. 26 Prozent bevorzugen nach eigenen Angaben aktiv gemanagte Fonds. Das ergab eine Umfrage der Unternehmensberatung MC4MS im Auftrag von „Portfolio International“ unter 108 Bankberatern, Honorarberatern und unabhängigen Vermittlern.

Dabei geben fast alle Honorarberater (32 Prozent aller befragten Finanzberater) an, ETFs zu empfehlen. Die provisionsbezahlten Berater halten sich dagegen bedeckt. Laut Umfrage wünschen sich 44 Prozent der Befragten eine Bestandsvergütung von mindestens 0,33 Prozent im Jahr. Jeder Dritte erwartet sogar 0,45 Prozent.

Mit ETFs dürfte das nur schwer zu schaffen sein. Einer aktuellen Studie des ETF-Hauses Barclays Global Investors zufolge liegt die durchschnittliche Verwaltungsvergütung eines Aktien-ETF in Europa derzeit bei gerade einmal 0,46 Prozent im Jahr.

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