Euro 2012: Geld schießt Tore

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„Geld schießt keine Tore“ ist eine Weisheit unter vermeintlichen Fußball-Experten. Oder doch nicht? Laut dem Tracker zur Fußball-Europameisterschaft 2012 der Immobiliengesellschaft IVG hat Spanien die teuerste Mannschaft. Die Mannschaft war in den vergangenen Jahren so erfolgreich in Qualifikationen und Turnieren, dass sie derzeit auf dem ersten Platz der Fifa-Weltrangliste steht.

Entsprechend teuer sind die Spieler. Der sogenannte durchschnittliche Kapitalwert pro Asset, das heißt der Transferwert eines Fußballspielers der spanischen Nationalmannschaft, liegt bei 26,2 Millionen Euro. Auf Platz 2 landet Deutschland (17,1 Millionen Euro je Spieler), gefolgt von England (16,9 Millionen Euro).
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Entsprechend sind die Quoten bei Wettanbietern. Beispielsweise sehen Buchmacher die Gewinnchancen von Irland als gering an. Die IVG drückt das in Finanzdeutsch dann so aus: „Irland hat den ältesten Bestand mit einem Durchschnittsalter von 28 Jahren pro Asset. Deutschland hat dank radikaler Sanierungsmaßnahmen, die nach der schlechten Performance im Turnier 2004 realisiert wurden, das jüngste Team. Insgesamt erzielte das deutsche Portfolio in der Vergangenheit die beste Performance mit 10 EM-Teilnahmen, 3 Europameister-Titeln und 68 erzielten Punkten.“ >>Vergrößern


Das teuerste Einzel-Asset ist der portugiesische Superstar Christiano Ronaldo. Sein Transfermarktwert ist mit 94 Millionen Euro das wertvollste Asset des Turniers, sein Wert allein macht 24 Prozent des gesamten portugiesischen Portfolios aus. Zu einem Klumpenrisiko äußert sich die IVG aber nicht.

Alles weitere zur Euro 2012 mit speziellem Blick auf die finanzielle Seite der Mannschaften und des Turniers, finden Sie hier.

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