Gary Cohn

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Euro-Ende: Goldman hofft auf hohe Gewinne

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Goldman Sachs steht schon länger im Kreuzfeuer der Kapitalismuskritiker. Während der US-Finanz-Krise machte die Bank weiterhin hohe Gewinne und später half das Finanzinstitut Griechenland, seine Finanzprobleme zu verschleiern. Die neusten Aussagen des Bankpräsidenten liefern den Kritikern nun noch mehr Kanonenfutter: Gary Cohn geht davon aus, dass die Auflösung des Euros gut für die Bankbilanz sei, berichtet das amerikanisches Wirtschaftsmagazin Fortune.

"Unsere Trader können in jeder Marktphase Geld machen."

Der Bankpräsident hofft, dass zum einen noch mehr europäische Kunden zu GS wechseln, zum anderen wittert er gute Geschäfte: Die Finanzkrise zwänge europäische Banken ihre Anlagen günstig zu verkaufen – und GS stünde bereit, diese aufzukaufen. So mache die Bank auch in Krisenzeiten Gewinne.

Zwar ist nicht klar, ob GS aktiv gegen den Euro wettet, doch laut Medienberichten bereitet die Bank sich zumindest auf ein Ende der Gemeinschaftswährung vor. Cohn sagte hierzu, dass die Bank natürlich auch überprüfe, wie Schulden in Drachme oder Lire bezahlt werden könnten.
Finanzexpertinnen im EM-Fieber 11 Fragen …
Laut den letzten Finanzberichten hat sich die amerikanische Bank größtenteils aus europäischen Staatsanleihen zurückgezogen. Eine Ausnahme sind italienische Schuldscheine – hier erhöhte GS seinen Anteil von 210 Millionen auf 2,5 Milliarden Euro.

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