15,7 Prozent aller Deutschen besitzen Aktien. Quelle Fotolia

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Euro-Krise macht Deutsche zu Aktionären

Laut einer Umfrage des Marktforschungsinstituts TNS-Infratest investieren wieder mehr Deutsche in Aktien. Wie das Deutsche Aktieninstitut berichtet, stieg die Zahl der Aktionäre seit Jahresbeginn um 1,5 Millionen auf 10,2 Millionen an. Nach dem stärksten Anstieg (17,1 Prozent) seit 2000 sind nun 15,7 Prozent der Deutschen Aktionäre. Damit erreicht die Aktionärsquote den Stand von 2007. Allerdings ist diese Quote weit von dem Rekordwert 13 Millionen Aktionäre im Jahr 2001 entfernt.

Als Grund für den neuerlichen Zulauf sieht Franz-Josef Leven, Direktor des Deutschen Aktien Instituts, die niedrigen Sparzinsen und die Angst vor der Eurokrise. Die Anleger sähen in Aktien Sachwerte – wie Immobilien – die vor Inflation schützen und gleichzeitig Gewinn abwerfen.

Besonders stark war der Zuwachs der Belegschaftsaktionäre: Von 257.000 im zweiten Halbjahr 2010 stieg ihre Zahl auf 589.000 im ersten Halbjahr 2012. Das entspricht einer Steigerung von 129,2 Prozent. Aber auch hier hinkt Deutschland hinterher: In Frankreich (3,4 Millionen) und in Großbritannien (2,5 Millionen) halten wesentlich mehr Arbeiter Anteile ihrer Unternehmen.

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