Quelle: Fotolia

Quelle: Fotolia

Eurokrise: Sparbuch Top, Aktien Flop

//
Trotz der andauernden Schuldenkrise hält fast die Hälfte der Deutschen Staatsanleihen und Sparbücher für sicherere Anlageformen als Aktien und Fonds. Dies zeigt die Studie „Comdirect Wertpapierradar Europa“. Die Daten aus acht europäischen Ländern sammelte der Marktforschungsdienstleister Toluna. Comdirect wertete sie aus.

Das größte Vertrauen mit 64 Prozent setzen die Polen in Staatsanleihen. Doch selbst in den von der Schuldenkrise so gebeutelten Ländern Italien und Spanien vertrauen knapp über 50 Prozent den Staatspapieren. In Deutschland hält nicht einmal die Hälfte der Befragten (44 Prozent) Staatsanleihen für sicher. Das liegt unter dem europäischen Durchschnittswert von 48 Prozent. Aktien und Fonds schätzen die Befragten noch als wesentlich unsicherer ein, nur 28 beziehungsweise 29 Prozent der Europäer glauben, dass ihr Geld in diesen Anlageformen sicher aufgehoben ist.

Das Sparbuch hat überall in Europa einen deutlich sichereren Ruf, mit Ausnahme von Polen. Besondern ausgeprägt ist der sichere Ruf des Sparbuchs gegenüber Aktien in Deutschland – hierzulande schätzen 77 Prozent Sparbücher als sicher ein, jedoch nur 25 Prozent Aktien.

Mehr zum Thema
Von wegen sicher: Vermögensverwalter über Bankeinlagen Vermögensverwalter-Kommentar: Achtung, Sparen kostet Geld Anlegerstudie: Deutsche wollen Sicherheit