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Die Sharpe Ratio ist eine Kennzahl, die bei Fonds zeigt, ob sich das eingegangene Risiko lohnt. Sie misst, wie viel Rendite Anleger pro „Schwankungseuro“ bekommen. Die Kennzahl eignet sich also ideal, um Fonds zu vergleichen.
Man muss sich folgendes dabei vorstellen: Ein Anleger könnte beispielsweise risikofrei 2 Prozent Zinsen auf einem Sparkonto bekommen. Ein Fonds bringt 8 Prozent Rendite, schwankt aber stark mit einer Volatilität in Höhe von 10 Prozent. Die Sharpe Ratio zieht die risikofreien 2 Prozent ab (=Überrendite: 6 Prozent) und teilt durch die Schwankung. Das Ergebnis in dem Fall lautet 0,6.
Je höher die Sharpe Ratio, desto besser belohnt der Fonds die Anleger für das Risiko. Man kann sagen, dass eine Sharpe Ratio über 1 die Anleger sehr gut entlohnt. Ein Ergebnis um 1 bedeutet ein solides Ergebnis, Risiko und Ertrag passen gut zusammen, und einem Ergebnis unter 1 folgt schon fast der Ratschlag: Besser beim Sparkonto bleiben.
Breiter streuen mit Europafonds
Europäische Aktienfonds sind derzeit für viele Anleger eine spannende Ergänzung oder Alternative zu US‑lastigen Portfolios, weil sie mehrere strukturelle Vorteile bieten: Anleger könnnen mit Europafonds eine breitere globale Streuung erzielen, die Abhängigkeit von US‑Tech‑Giganten reduzieren und gleichzeitig spezifische Stärken des europäischen Wirtschaftsraums nutzen.
Zudem sind europäische Märkte in vielen Kennzahlen historisch günstiger bewertet als die USA, was langfristig ein attraktiveres Chance‑Risiko‑Verhältnis bedeuten kann.





Günstige Bewertung spricht für europäische Aktien
Ein zentrales Argument ist die Bewertung: In den vergangenen Jahren haben US‑Aktien und dabei insbesondere die großen Technologie‑ und Wachstumswerte die Kurse stark nach oben getrieben. Dadurch liegen Kennzahlen wie Kurs‑Gewinn‑ und Kurs‑Buch‑Verhältnisse in den USA im Schnitt deutlich höher als in Europa.
Europäische Aktienfonds investieren demgegenüber häufig in Unternehmen, deren Gewinne und Bilanzen solide, aber deren Kurse noch nicht in gleichem Maß heißgelaufen sind. Für langfristige Investoren eröffnet das die Chance auf höhere Ertragsaussichten je eingesetztem Euro, falls sich die Bewertungen wieder angleichen oder zumindest Europa zeitweise aufholt.
Hinzu kommt die andere Marktstruktur: Während die USA stark von wenigen Mega‑Caps aus Technologie und Kommunikationsdiensten dominiert werden, ist Europa breiter aufgestellt. Europäische Indizes enthalten überproportional viele Unternehmen aus Industrie, Chemie, Gesundheit, Konsumgütern und Finanzsektor.
Für Anleger bedeutet das eine andere konjunkturelle Sensitivität und eine geringere Klumpenbildung. Wer bereits stark in den S&P 500 oder US‑Tech investiert ist, kann mit europäischen Aktienfonds das Gesamtdepot robuster und vielseitiger ausrichten.
Europäische Konzerne sind gute Dividendenzahler
Ein weiteres Plus ist die Dividendenkultur. Viele europäische Unternehmen schütten traditionell einen größeren Teil ihrer Gewinne an die Aktionäre aus als US‑Konzerne. Für Fondsanleger kann das zu stabilen laufenden Erträgen führen, die Schwankungen an den Aktienmärkten abfedern.





Wer also Wert auf regelmäßige Ausschüttungen legt oder im Ruhestand zusätzliche Einkommensquellen sucht, findet in europäischen Aktienfonds oft geeignete Anlagelösungen. Im Vergleich zu vielen anderen Regionen bieten europäische Blue Chips damit eine Kombination aus Substanz, Dividendenstärke und vergleichsweise moderaten Kursniveaus.
Wir haben uns angeschaut, welche Aktienfonds Europa (All Cap) Anleger für das eingegangene Risiko am besten entlohnt haben. Da der Anlagehorizont bei einem Investment in Aktien prinzipiell mindestens fünf Jahre betragen sollte, haben wir diesen Zeitraum gewählt – hier kommen die Top Ten.
Hinweis: Da jeweils zwei Fonds dieselbe Sharpe Ratio aufweisen, wurden Platz 5 und Platz 8 doppelt vergeben.