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August-Rating von Scope Europafonds von DWS und JP Morgan werden erstmals mit Bestnote bewertet

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Dynamische Wachstumswerte in turbulenten Zeiten: Fidelity European Dynamic Growth kämpft mit Herausforderungen

Quelle Fondsdaten: FWW 2024

Für den Fidelity European Dynamic Growth Fund liefen die letzten Monate alles andere als gut. Nach über fünf Jahren musste der Fonds seine Bestnote abgeben und ist nun nur noch mit C benotet. Die dynamische Abwärtsbewegung sei der deutlichen Performanceschwäche geschuldet, schreibt Scope. Der von Fabio Ricelli gemanagte Fonds investiert in europäische Wachstumswerte und weicht durch die Beimischung von Nebenwerten deutlich von der Benchmark ab. Was langfristig gut funktioniert hat, war vor allem in den vergangenen drei Jahren ein Nachteil. Denn steigende Zinsen und anziehende Inflation bei nachlassender Konjunktur sind ein schwieriger Cocktail für dynamische Wachstumswerte.

Auf Dreijahressicht liegt der Fonds mit einem Plus von 4,5 Prozent fast 18 Prozentpunkte hinter dem Vergleichssektor Aktien All Cap Europa. Auf Sektorebene favorisiert Ricelli Technologie, Industrie und Gesundheit, während er in konjunktursensiblen Sektoren wie Automobil, Banken und Energie untergewichtet ist. Zuletzt trugen die Aktien von Amadeus IT und Edenred zur schwachen Performance bei.

„Die spanische Buchungsplattform Amadeus IT meldete für das zweite Quartal eine Verbesserung des Nettogewinns im Vergleich zum Vorjahr, da die Reisebranche von der weltweiten Erholung und insbesondere von der Aufhebung der Beschränkungen in China profitierte. Die Aktien des Unternehmens entwickelten sich jedoch schwach, da sich die Anleger darauf konzentrierten, dass die Prognosen für das Gesamtjahr nicht angehoben wurden“, so Ricelli. Langfristig hat sich der Fidelity European Dynamic Growth Fund deutlich besser entwickelt als der Markt. Über einen Zeitraum von 20 Jahren weist er ein Plus von 480 Prozent auf, während die Benchmark nur ein Plus von 209 Prozent verzeichnet.

 

Wertsteigerung ohne Markt-Timing: Makellose Langfristbilanz trotz Herabstufung

Quelle Fondsdaten: FWW 2024

Auch der Morgan Stanley Global Brands verschlechterte sich um eine Ratingstufe auf B. Das Fondsmanagement versucht mit einem Buy-and-Hold-Ansatz, der sich nicht an einer Benchmark orientiert, einen Mehrwert für die Anleger zu erzielen. „Der Versuch, den Markt zu timen, ist ein Irrweg. Untersuchungen der Bank of America haben ergeben, dass ein Anleger, der in jedem Jahrzehnt seit 1930 die zehn besten Tage des S&P 500 Index verpasst hat, eine Gesamtrendite von 30 Prozent erzielt hätte. Umgekehrt hätte ein Anleger, der über alle Konjunkturzyklen hinweg investiert blieb, eine jährliche Rendite von 17,7 Prozent erzielt. Qualität und Bewertung der Unternehmen spielen daher für uns bei der Einzeltitelauswahl eine entscheidende Rolle“, so die Manager.  Im Fonds bildet eine starke Marke die Grundlage für die Erfüllung des Qualitätskriteriums. Dabei geht es um Fragen, wie hoch die Markteintrittsbarrieren sind oder wie stark die immateriellen Vermögenswerte sind.

Aus dem globalen Aktienuniversum schaffen es rund 200 bis 300 Titel in die engere Auswahl. Aber auch von diesen Unternehmen schaffen es nur 20 bis 30, in das Portfolio aufgenommen zu werden. Die Titel werden nur beim Vorhandensein einer besseren Investitionsalternative oder beim Verletzen der beschriebenen Qualitätsmerkmale ausgetauscht. Auf lange Sicht ist Fondsmanager Bruno Paulson und sein Team sehr gut gefahren. Der Fonds weist trotz der jüngsten Herabstufung eine makellose Bilanz auf. Mit rund 71 Prozent stammt aus den USA stammt derzeit der überwiegende Anteil der Aktien, gefolgt von Großbritannien (10 Prozent) und Frankreich (7 Prozent). Die Top-Positionen sind Microsoft Philip Morris und Accenture. Über 20 Jahre erwirtschaftete der Fonds ein Plus von 536 Prozent, was einer jährlichen Rendite von 9,7 Prozent entspricht.

Die zehn größten Upgrades im August:

Die zehn größten Upgrades / Stand
Die zehn größten Upgrades / Stand: 18. August 2023 © Scope Analysis

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