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Europa-Studie: Anleger ankern in sicheren Häfen

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Die Bilanz für 2007 fällt für die europäischen Fondsgesellschaften weitaus ernüchternder aus als in den Vorjahren. Das geht aus einer aktuellen Statistik des europaweiten Dachverbands European Fund and Asset Management Association (Efama) hervor. Demnach konnten Europas Fondsanbieter im vergangenen Jahr lediglich ein Plus von 170 Milliarden Euro verbuchen. In den beiden vorangegangenen Jahren waren es jeweils mehr als doppelt so viel.

Schuld am schlechten Jahresergebnis sind vor allem die Abflüsse seit Juli 2007 (mehr als 100 Milliarden Euro). Die europäischen Anleger reagierten auf die heftigen Kursschwankungen am Aktienmarkt und die steigenden Zinsen in der Eurozone mit einer Flucht in sichere Häfen. „Auch Anfang 2008 dürfte der Risikoappetit der Investoren niedrig bleiben“, erklärt Bernard Delbecque, Chefvolkswirt der Efama. „Davon dürften Geldmarktfonds profitieren.“ Im vorigen Jahr sammelten Fonds dieser Sparte rund 46 Milliarden Euro ein, genauso viel wie 2006.

Die höchsten Abflüsse gab es 2007 bei Rentenfonds (minus 60 Milliarden Euro), die bereits 2006 kaum Zulauf verzeichneten. Aktienfonds dagegen erreichten in den vergangenen fünf Jahren laufend steigende Absatzzahlen. 2007 aber flossen hier 58 Milliarden Euro ab. Das kam vor allem Hedge-Dachfonds zugute. Anders als in Deutschland sind sie in Frankreich, Italien und der Schweiz sehr gefragt. Hedge-Dachfonds zählen bei der Efama zur Sammelkategorie Sonstiges, die im vorigen Jahr ihre Zuflüsse um 17 Milliarden Euro auf 85 Milliarden steigerte.

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