Etwas reservierter steht er dem Finanzwesen gegenüber. Obwohl er eingestehen muss, dass der Fonds durch die Untergewichtung im Banksektor zwischenzeitlich etwas gelitten hat, sieht er keinen Anlass, etwas zu ändern: „Die Bilanzsituation der Banken ist schlecht einschätzbar, und die Branche ist abhängig von weiteren Konjunkturpaketen, deren Umsetzung noch nicht sicher ist.“ Einfach nur billig, mächtig oder innovativ zu sein, reicht allerdings nicht, um in Walewskis Portfolio zu gelangen.

Er kauft nur Aktien, von denen er hundertprozentig überzeugt ist. Motto: „Es geht nicht darum, die Zahl guter Ideen zu maximieren, sondern die Erträge.“ Entsprechend konzentriert ist sein Portfolio, im Alken European Opportunities sind es zurzeit 44 Titel. Die zehn größten Positionen haben stets einen Anteil von über 50 Prozent.

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Da der Fonds rund 2 Milliarden Euro schwer ist, kommt Walewski mit seinem konzentrierten Portfolio an Standardwerten nicht vorbei. Über 40 Prozent des Fondsvermögens sind dennoch in mittlere und kleine Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von unter 5 Milliarden Euro investiert.

Keine Orientierung am Wettbewerb

Bevor Walewski kauft, kennt er das Unternehmen genau. Beim Research wird er von fünf Analysten und seinem Co-Manager Marc Festa unterstützt. Nur Zahlen und Fakten zählen, persönliche Vorlieben und Marktdynamiken spielen im Analyseprozess keine Rolle. Die Bewertung erfolgt nach absoluten Maßstäben.