Europäische Aktien: Billig. Mächtig. Innovativ.
Eine Bewertung relativ zur Vergangenheit, zum Wettbewerb oder zum Markt hält Walewski für wenig sinnvoll: „Wir schauen uns die Firma so an, als ob wir sie dauerhaft übernehmen wollen.“ Als Walewski seine eigene Fondsboutique startete, hatte er bereits einen Namen als Fondsmanager. Seit 1999 überzeugte er mit seinen Leistungen beim Oyster European Opportunities. Mit ihm hat er in fast jedem Jahr den Stoxx 600 Index geschlagen.
Mit seinem Alken European Opportunities rutschte er nur in den Verlustjahren 2008 und 2011 etwas stärker ab als der Index. Das machte er in den Folgejahren durch eine deutliche Outperformance wieder wett. Anfang November 2012 lag der Alken-Fonds mit über 30 Prozent im Plus. Seit Anfang 2011 hat Walewski auch für Verlustscheue einen Fonds im Angebot.
Mit dem Alken Absolute Return Europe will er den Kapitalerhalt nach Inflation für die Anleger sichern und einen zusätzlichen Gewinn erzielen. Seine Benchmark liegt bei 5 Prozent Rendite pro Jahr. Um dieses Ziel zu erreichen, hat er größere Freiheiten als beim European Opportunities. Er kauft Aktien nicht nur long, sondern geht auch Short-Positionen ein. Hier zeigt sich, dass günstig für ihn nicht immer gut ist.
So wettet er beispielsweise gegen die Aktien des Modekonzerns Hennes & Mauritz. „Dort ist die Produktion zu langsam. Wettbewerber wie Inditex und Primark gewinnen Marktanteile“, begründet Walewski seine Entscheidung. Das Brutto- Aktien-Exposure, das sich aus der Summe der Long- und Short-Positionen ergibt, soll zwischen 50 und 150 Prozent des Fondsvermögens liegen.
Das Netto-Exposure (Long- minus Short-Positionen) lag Ende Oktober bei rund 25 Prozent. „Bis zu 100 Prozent des Marktrisikos können wir dynamisch über Futures und CFDs absichern“, so Walewski. 2011 konnte er so die schwarze Null retten. Und 2012 lag er Anfang November 9,6 Prozent im Plus.
>>Vergrößern
Meistgelesen
Top-News
