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Europäischer ETF-Markt

Indexanleger folgen der Spur des billigen Geldes

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Weg mit den Amis, rein in die Europäer – so könnte man den Trend am europäischen Markt für Indexfonds (ETFs) mit ein paar Worten beschreiben. So zogen Anleger im März 2,2 Milliarden Euro aus ETFs für US-Aktien ab. In europäische Aktien drückten sie hingegen netto 4,9 Milliarden Euro. Lediglich 14 Prozent weniger als im bisherigen Rekordmonat Januar 2015. Das geht aus dem aktuellen Bericht „Monthly European ETF Market Trends“ des ETF-Anbieters Lyxor hervor. Chef-Analystin Marlène Hassine schiebt den Trend auf die Geldpolitik der Zentralbanken: Die US-Notenbank hebt wahrscheinlich bald die Zinsen, ihr europäisches Pendant flutet seit März den Markt mit Geld. Da kann man ja mal hinterherrennen.

Auffallend ist weiterhin, dass Anleger – unbeirrt von extrem niedrigen Renditen – weiter Geld in Unternehmensanleihen stecken. Und zwar ohne irgendein Management, einfach passiv. 1,5 Milliarden Euro waren es im März, 4,2 Milliarden Euro seit Jahresbeginn. Die gesamten Zuflüsse in Renten-ETFs belaufen sich seit Jahresbeginn auf 12,2 Milliarden Euro.

Insgesamt kann man festhalten, dass die Branche brummt. 6,4 Milliarden Euro flossen im März in Europa in ETFs. Seit Jahresbeginn sind es 27,7 Milliarden Euro. In den vergangenen zwölf Monaten flossen netto 64,6 Milliarden Euro in ETFs. Es gab nur einen Monat mit Nettoabflüssen: den September mit minus 1,8 Milliarden Euro.

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