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Ex-Deutschbanker gegen Sal. Oppenheim Schlappe für Deutsche-Bank-Tochter

Schlappe für Deutsche-Bank-Tochter
Axel Pfeil, ehemaliger Manager bei der Deutschen Bank klagte gegen Sal. Oppenheim. Er warf der Deutsche-Bank-Tochter Falschberatung vor. Sie soll dem Finanzexperten wesentliche Informationen über die Struktur und Kosten seiner Anlage rund um den Einzelhandelskonzern Arcandor verschwiegen haben. Bei der Anlage handelte es sich um einen Immobilienfonds für ein Karstadt-Warenhaus in Potsdam. In den gleichen Fonds hat lauch das Ehepaar Middelhoff investiert

Nun gab das Landgericht Köln Pfeil Recht. In ihrem Urteil (Aktenzeichen 21O 2/11) sprachen die Richter Pfeil 2,3 Millionen Euro Schadensersatz zu. Zudem soll Sal. Oppenheim Pfeils Kredit von vier Millionen Euro ablösen, die er zur Finanzierung des Arcandor-Investments bei einer Sparkasse aufgenommen hatte. Auch Middelhoff sehe seine Chancen nun deutlich verbessert und sei optimistisch, zitiert das Handelsblatt Online seinen Anwalt Winfried Holtermüller. In Middelhoffs Klage geht es um mehr als 100 Millionen Euro. Sal. Oppenheim prüft unterdessen derzeit, ob es gegen das Urteil Berufung beim Oberlandesgericht Köln einlegt. „Die Entscheidung des Landgerichts Köln steht im Widerspruch zur kürzlich ergangen Entscheidung des OLG Köln in einem ähnlich gelagerten Fall“, erklärte die Bank gegenüber Handelsblatt Online.
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