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Ex-Hedgefondsmanager Florian Homm „Nur ein Ecstasy-Junkie sieht noch Chancen des Entkommens“

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Gott – wie stehen Sie zu ihm und welches Verhältnis haben Sie zur Kirche?

Ohne meinen Glauben wäre ich tot oder würde in einem höllischen Knast verkommen. Ich bin praktizierender Katholik, wenn auch nicht ganz unkritisch. Wichtig sind mir zwei christlich soziale Vereine, für die ich tätig bin: Thallion und Olmoms. Beide helfen bedürftigen Kindern, die nicht so privilegiert aufgewachsen sind wie ich.

Sie haben eine Glücksformel entwickelt. Bitte erklären Sie diese mit einfachen Worten.

Ganz einfach: 40 bis 60 Prozent Flow: ein Job, der einen erfüllt. Noch besser, wenn dieser Job einen höheren Sinn hat. 40 Prozent Family, Friends, Partnership. Und das unter einem Mantel von Vertrauen und Glauben.

Sie haben aktuell noch Gerichtsverfahren am Laufen. Den Eindruck, dass man Sie schachmatt setzen könnte, vermitteln Sie nicht. Was macht Sie so selbstsicher?

Dieser Exkurs dauert zu lange und gehört ins Gericht.

Ihre Schwester ist an multipler Sklerose gestorben. Auch Sie leiden unter dieser Krankheit. Müssen Sie Angst haben um Ihre Gesundheit?

Selbstverständlich. Meine weise Schwester sagte schon in ihrer Jugend, dass sie nicht älter als 50 wird. Sie starb mit 49 Jahren. Das sagte mir ihr Mann erst vor einigen Monaten. Genau dasselbe habe ich auch empfunden. Mit 47 Jahren starb ich fast bei einem Attentat. Jeder Tag ist ein Geschenk. Ich könnte schon mehrmals tot sein. Ich habe anscheinend noch einiges zu tun.

Muss man sich damit abfinden, dass seltene Erkrankungen durch öffentliche Forschungsgelder und private Spenden finanziert werden müssen?

Jein. Ist oft effektiver, aber Spitzenunis sind ein Riesenplus in der Forschung und Entwicklung. Die sollte man fördern; die Ausbildung insgesamt.

Wie geht es jetzt bei Ihnen weiter? Arbeiten Sie vorrangig als Autor oder wollen Sie Ihre Zeit ausschließlich der Beratung von nachhaltigen und sozialen Projekten widmen?

Soziale Projekte und Glaubensarbeit sind genauso wichtig für mich wie Bildungsprojekte oder Hilfe bei der Entwicklung von nachhaltigen Unternehmen. Das Kommerzielle mit dem Nützlichen, Sozialen zu verbinden ist die große Herausforderung. Dieser Tage veröffentlichen wir ein neues Buch. Thema: Wie man die kommende Krise als Chance sehen sollte, um davon zu profitieren. Irgendwann muss Schluss sein mit der Opfer- und Verurteilungsmentalität der herkömmlichen Krisenbücher. Es geht zum größten Teil um erfolgversprechende Investmentstrategien. Im Herbst kommt der Florian- Homm-Total-Return-Börsenbrief: Wie man in einem volatilen Umfeld profitabel investieren kann. Wir sind in einem Wasseraufbereitungsprojekt engagiert mit M-Dax-Potenzial. Dieses Projekt könnte die Wasserqualität von einer Milliarde Familien weltweit verbessern und jedes Jahr einige Millionen Menschenleben retten.

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