Ex-Soros-Partner setzt auf Bitcoins

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Anfang Juli reichten Tyler und Cameron Winklevoss einen Antrag auf Gründung eines Bitcoin-Trusts bei der US-Börsenaufsicht ein. Der Fonds für virtuelle Währung soll eine Million Anteilscheine zu je 20 US-Dollar ausgeben. Jeder Anteilsschein hätte bei der Ausgabe gleichzeitig einen bestimmten Wert in Bitcoins. Damit wollten die Zwillingsbrüder, die durch ihren Rechtsstreit mit dem Facebook-Gründer Mark Zuckerberg berühmt geworden sind, am Umtausch des realen Geldes in Bitcoins– und umgekehrt – verdienen.

Nun steigt auch Joe Lewis, der 1992 zusammen mit George Soros gegen den britischen Pfund wettete, in das Geschäft mit der virtuellen Währung ein. Allerdings verfolgt der Finanzexperte einen anderen Ansatz als die Branchenneulinge Winklevoss. Wie das „Wall Street Journal“ berichtet, will Lewis‘ Private-Equity-Fonds Phoenix für 200 Millionen US-Dollar Anteile an Avalon kaufen. Avalon ist ein Unternehmen, das Computerserver herstellt, auf denen Bitcoins geprägt werden sollen.

Bei Bitcoins handelt es sich um digitale Währung, die von einem bislang unbekannten Programmierer erschaffen wurde. Die Kunstwährung ist nicht an Zentralbanken oder andere Institutionen gebunden, ihre Menge ist allerdings auf 21 Millionen Einheiten begrenzt. Wer ein virtuelles Guthaben für die digitale Währung erwirbt, kann damit in einigen Online-Shops zahlen oder die Bitcoins gegen echtes Geld tauschen. Der Kurs wird täglich errechnet und schwankt sehr stark.

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