Das Manager-Team des Skagen Kon-Tiki: Erik Landgraff, Kristoffer Stensrud, Hilde Jenssen, Cathrine Gether, Knut Harald Nilsson (von links)

Das Manager-Team des Skagen Kon-Tiki: Erik Landgraff, Kristoffer Stensrud, Hilde Jenssen, Cathrine Gether, Knut Harald Nilsson (von links)

Exoten-Porträt

Fulminante Floßfahrt mit dem Skagen Kon-Tiki

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Als die norwegische Fondsgesellschaft Skagen im April 2002 den globalen Emerging-Markets-Aktienfonds Skagen Kon-Tiki (WKN: A0HHBV) auflegte, galten Schwellenländer noch als Spielwiese abenteuerlustiger Investoren. Skagen ließ sich deshalb auch bei der Namensgebung von der Südsee-Expedition Thor Heyerdahls inspirieren. 1947 hieß asein Floß Kon-Tiki.

Das fünfköpfige Team legt mindestens 50 Prozent in Schwellenländer-Aktien an. Um das Risiko abzufedern, mischt es dieser Quote Unternehmen bei, die zwar in Industrieländern gelistet, jedoch in den Emerging Markets stark vertreten sind.

Zudem streut es über Branchen und Regionen. Für die Titelauswahl setzt die Kon-Tiki-Mannschaft auf Intuition, Menschenverstand und eine ruhige Hand. Eine Analyse-Abteilung benötigen sie nicht.

„Um neue Kandidaten zu finden, beobachten wir beispielsweise die Wettbewerber und Partner von im Portfolio befindlichen Unternehmen und sehen uns Regionen und Branchen an, aus denen sich die Masse der Anleger bereits verabschiedet hat“, erläutert Teammitglied Knut Harald Nilsson.

Die Suche zielt darauf ab, unterbewertete, unbeliebte oder unentdeckte Unternehmen zu finden. Im Mittelpunkt stehen Unternehmensbilanzen, Wettbewerbsfähigkeit, Management und ethische Risiken. Nilsson: „Letztlich zählt, ob das Unternehmen ein robustes Geschäftsmodell hat, das auch in Krisenzeiten bestehen kann.“

Hat es ein Unternehmen ins Portfolio geschafft, ist das Team geduldig. Im Schnitt bleiben die Titel zwischen drei und fünf Jahren im Fonds. Dauerbrenner wie Samsung Electronics sind sogar seit Anbeginn dabei.

Samsung ist zudem die zweitgrößte Investition. Entsprechend sensibel reagierte die Fondsperformance auf den jüngsten Kurseinbruch. Auch bei anderen hoch gewichteten Beteiligungen lief es jüngst nicht rund. Den russischen Mischkonzern Sistema hat das Team aufgrund politischer Risiken um ein Drittel verringert.

Anders bei Samsung. Nilsson: „Auf lange Sicht bleiben wir für die Aktie zuversichtlich. Das Halbleitergeschäft ist sehr stark, und die Kostenbasis ist im Vergleich zur Konkurrenz gering.“

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Quelle: Bloomberg

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