Bryan Collins, Fondsmanager des Fidelity Asian High Yield Fund bei Fidelity

Bryan Collins, Fondsmanager des Fidelity Asian High Yield Fund bei Fidelity

Exoten-Porträt

Prämien vom Pazifik

Nicht nur die Europäer erleben zurzeit eine Kreditklemme. Auch asiatische Unternehmen wissen, was es heißt, wenn die Banken nur noch zögerlich Kredite herausgeben. Die Not macht erfinderisch und lässt sich am asiatischen Anleihemarkt für Hochzinspapiere ablesen.

Das Universum ist in den vergangenen Jahren auf ein Volumen von 120 Milliarden Euro angewachsen. Die Unternehmen besorgen sich ihr benötigtes Kapital nicht mehr bei den Banken, sondern am Anleihemarkt.

Reiferer Markt


„Emissionen von Hochzinsanleihen haben in den vergangenen Jahren einen Rekordwert erreicht“, erklärt Bryan Collins, Fondsmanager des Fidelity Asian High Yield Fund (WKN: A0MMKQ). Er gibt direkt Entwarnung: „Der Markt hat die Emissionen gut aufgenommen, die Volatilität ist deswegen nicht gestiegen.“ Vorteil indes ist, dass der Markt mit steigendem Volumen breiter und auch reifer wird.

Für die Zukunft erwartet Collins ein gemächlicheres Wachstum der Emissionen, das in etwa den Re-Investments der Zinskupons entsprechen dürfte. Sowieso ist Collins zurzeit zuversichtlich für asiatische Hochzinsanleihen: „Die asiatischen Prämien für Hochzinsanleihen liegen derzeit bei 8 Prozent, im Vergleich zu 5 und 6 Prozent in Europa und den USA.“

Dabei reichen die Ratings von asiatischen Hochzinsanleihen ähnlich wie bei europäischen durchschnittlich bei Ba3 (Rating-Agentur Moody‘s), während US-High-Yields etwas niedriger bei B1 liegen. Die Ausfallrate der Kredite beträgt lediglich 2 Prozent. Hinzu kommen derzeit günstige Bewertungen.

Asiatische High Yields konnten sich im Vergleich zu anderen Anleihen oder Aktien aus den Emerging Markets infolge des Taperings der US-Notenbank Fed zwar besser halten, der massive Kapitalabzug aus den Schwellenländern hat aber auch ihre Kurse und Bewertungen gesenkt. Insofern können Anleger zurzeit vergleichsweise günstig einsteigen.

Dominanz nicht erwünscht


In diesem Universum bewegt sich Collins mit dem Hochzinsfonds Fidelity Asian High Yield. Mit dem Hochzinsfonds verfolgt er einen strikten Bottom-up-Investmentprozess. „Eine breite Streuung im Portfolio ist uns wichtig“, erklärt er die rund 180 Papiere im Fonds. „Keine einzelne Position sollte die Performance dominieren.“

Die einzigen größeren Positionen sind Papiere wie US-Treasuries, die dem Liquiditätsmanagement dienen. Die größeren Branchengewichtungen von 29 und 26 Prozent bei Immobilien- und Industrietiteln seien eher zufällig und vor allem dem rasanten Wachstum der beiden Branchen in Asien geschuldet. „Allerdings beschränken wir im Rahmen unseres Risikomanagements einzelne Sektoren auch“, so Collins. „Da unterscheiden wir uns von vielen anderen vergleichbaren Anleihefonds.“

Fidelity Asian High Yield Fund

Einsteigen: Anleger, die vom globalen Aufschwung vor allem in Asien profitieren
wollen, aber Investments in Aktien oder Aktienfonds scheuen.

Umsteigen: Aus amerikanischen Hochzins-Anleihefonds. Die Kreditausfallraten und Prämien sind derzeit in Asien besser.

Besonderheit: Die Drosselung der Anleihekäufe durch die Fed betrifft asiatische Hochzinsanleihen weitaus weniger als andere Schwellenländer-Investments



WKN: A0MMKQ

Auflegungsdatum: 2. April 2007

Fondsvolumen: 1.404 Millionen Euro

Fünf-Jahres-Performance: 104,3 Prozent

Duration: 2,9 Jahre

Durchschnittlicher Kupon: 7,9 Prozent

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