US-Großinvestor Carl Icahn während einer New Yorker Investorenkonferenz Blackrock-Chef Laurence Fink angegriffen.

US-Großinvestor Carl Icahn während einer New Yorker Investorenkonferenz Blackrock-Chef Laurence Fink angegriffen.

„Extrem gefährlich“

Carl Icahn schießt gegen Blackrock

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Schlagabtausch unter Alphatieren während der „Delivering Alpha Conference“ von CNBC und Institutional Investor am Mittwoch in New York: „Blackrock ist eine extrem gefährliche Firma“, schoss US-Großinvestor Carl Icahn in Richtung des weltgrößten Vermögensverwalters Blackrock. Anleger kauften Blackrock-ETFs allein wegen des Namens. Sie verstünden den wahren Preis und das Risiko nicht. Die Indexfonds auf der Basis von Hochzinsanleihen seien illiquide und stark überbewertet, vermittelten aber die Illusion, liquide zu sein, wetterte Icahn weiter. Der Nachrichtensender CNBC hat einen Ausschnitt der Diskussion veröffentlicht.

Bereits mehrfach hat Icahn in der Vergangenheit vor einer Hochzinsanleihen-Blase gewarnt, die demnächst platzen könnte. Sobald die Zinsen wieder stiegen, warnt Icahn, würden Investoren diese Art von Produkten nicht mehr verkaufen können. Es drohe Illiquidität am Bondmarkt.

Der angegriffene Blackrock-Chef Laurence „Larry“ Fink, der zusammen mit Icahn auf dem Podium saß, wies dessen Vorwürfe umgehend von sich: ETFs schafften am Anleihemarkt mehr Preistransparenz als alles andere, konterte er. Fink hielt entgegen, dass steigende Zinsen eher mehr Geld in den Anleihemarkt bringen würden.

Der Blackrock-Chef holte seinerseits, wie er es in der Vergangenheit schon getan hatte, zu einem Schlag gegen „rücksichtslose Aktionärsaktivisten“ aus, die nur an kurzfristigen Gewinne interessiert seien, ohne die Zukunftsaussichten von Unternehmen zu berücksichtigen.    

In der Vergangenheit hat Fink Icahn bereits mehrfach vorgeworfen, Aktien in großem Stil allein deshalb zu kaufen, um Unternehmen später zu Rückkäufen zu zwingen, wie es etwa im Fall von Apple geschehen sei.