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EY-Umfrage

Drei Viertel der Firmenchefs sagen geplante Übernahmen ab

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Fast drei Viertel der weltweiten Führungskräfte haben in den vergangenen zwölf Monaten eine geplante Übernahme nicht vollzogen oder abgesagt. Das geht aus dem Global Capital Confidence Barometer des Beratungsunternehmens EY (ehemals Ernst & Young) hervor. Etwa 73 Prozent der Befragten entschieden sich gegen die Umsetzung eines Übernahmevorhabens, hieß es in dem am Montag veröffentlichten Bericht. In den meisten Fällen gaben der Wettbewerb mit anderen Kaufinteressenten oder aufsichtsrechtliche Bedenken den Ausschlag für die Entscheidung gegen eine Transaktion. Manager kehrten Geschäften den Rücken, wenn diese ihre strategischen Ziele nicht erfüllten, erklärte Pip McCrostie, weltweite Vizevorsitzende für Transaktionsberatungsdienste bei EY. Auch gründlichere Due-Diligence-Prüfungen werden demnach bei möglichen Fusionen und Übernahmen durchgeführt, darunter auch Untersuchung von Netzsicherheitsrisiken. Ziel der Unternehmen sei ein nachhaltiges Wachstum inmitten von Markt- und makroökonomischen Unsicherheiten. 60 Prozent planen Zukäufe Dennoch ist der Appetit auf Fusionen und Übernahmen so groß wie seit sechs Jahren nicht mehr. Der Umfrage zufolge wollen fast 60 Prozent der Unternehmen in den kommenden zwölf Monaten Zukäufe ins Auge fassen. Mehr als die Hälfte der Firmen haben drei oder mehr Deals in Vorbereitung, und die befragten Manager zeigten sich zuversichtlich über die Aussichten bei den Transaktionen - trotz kurzfristiger makroökonomischer Volatilität. "Die Mehrheit der potenziellen Käufer schaut über ihre eigenen nationalen Grenzen hinweg - wobei die Transaktionsabsichten in der Eurozone zunehmen", erklärte McCrostie in dem Bericht.
Politische Instabilität, Wechselkurs- und Rohstoffvolatilität werden der Umfrage zufolge als die größten wirtschaftlichen Risiken bei Transaktionen wahrgenommen. Megadeals ziehen die Aufmerksamkeit auf sich, das eigentliche Geschehen spielt sich aber bei den mittelgroßen Transaktionen ab, so EY.

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