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Eyb und Wallwitz rät zu Safety First Investmentstile für unruhige Zeiten

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„Value“ ist Verlierer der Konjunkturschwäche und fallender Renditen

Wie der „prudent investor“ weiß, geht jeder Trend einmal zu Ende. Wie stehen also die Chancen auf eine Renaissance der „Value“-Titel? In den USA ist „Value“ in der Vergangenheit immer dann hinter „Growth“ zurückgeblieben, wenn das Wirtschaftswachstum rückläufig, wie z.B. Ende der 1980er Jahre oder auf niedrigem Niveau wie seit Ende der Finanzkrise, war (vgl. Grafik 3).

Grafik 3: Bei geringem Wirtschaftswachstum hat sich in den USA „Growth“ besser geschlagen als „Value“

Gleiches gilt für Phasen fallender Renditen der US-Staatsanleihen in den 1990er Jahren und seit Ende der Finanzkrise (vgl. Grafik 4).

Grafik 4: Fallende Renditen begünstigen „Growth“

Da uns die unsicheren Konjunkturaussichten, gepaart mit geringer Inflation und niedrigen Renditen, also die klassischen Attribute der „Secular Stagnation“, nach unserer Einschätzung erhalten bleiben, ist aus makroökonomischer Perspektive eine nachhaltige Rotation in Richtung „Value“ unwahrscheinlich. Wie steht es aber mit dem oft vorgebrachten Argument, dass angesichts der starken Underperformance „Value-Aktien“ im Vergleich zum Gesamtmarkt und relativ zu Wachstums-Titeln viel zu günstig bewertet sind?

Investoren honorieren in „mageren Zeiten“ Gewinnwachstum trotz hoher Bewertung

Zwar ist die relative KGV-Bewertung des „Growth-Segments“ auf den höchsten Wert seit der Technologieblase in den 1990er Jahren gestiegen (vgl. Grafik 5).

Grafik 5:“Growth“ war relativ zu Value in den letzten 25 Jahren nur während der Technologieblase teurer…

Gleichzeitig divergiert aber auch die relative Entwicklung der Unternehmensgewinne aus den beiden Sektoren so stark wie selten zuvor (vgl. Grafik 6).

Grafik 6: … allerdings haben „Growth“-Aktien seit der Finanzkrise ihre Gewinne besonders dynamisch gesteigert

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