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Eyb und Wallwitz rät zu Safety First Investmentstile für unruhige Zeiten

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Investoren sind scheinbar bereit, in unsicheren Zeiten für Wachstum angesichts seiner Knappheit deutlich mehr zu bezahlen, als in einem normalen Umfeld. Trotzdem sollte man das Bewertungsargument nicht vollständig unberücksichtigt lassen. Hierzu bieten sich Titel an, die zwar einerseits wenig konjunkturabhängig überdurchschnittlich ihre Gewinne steigern können, aber nicht so sehr von Phantasie und Kursmomentum abhängig sind wie die klassischen Wachstumsaktien und deswegen auch deutlich günstiger bewertet sind. Diese Merkmale assoziiert man typischerweise mit dem Investmentstil „Quality“.

„Quality“: Mischung aus Stabilität, Wachstum und vertretbarer Bewertung

Neben den bereits genannten Eigenschaften sind Aktien aus dem „Quality“-Segment meist nur gering verschuldet und ihre Kurse schwanken auch weniger stark. Dies macht sie relativ robust gegenüber externen Schocks, sei es von den Anleihemärkten oder den berüchtigten „Volatiliy-Spikes“, die meist ihren Ursprung in einem plötzlichen Ausbruch von Panik auf der Investorenseite haben. Gerade in einer konjunkturellen Schwächephase und geringer (wirtschafts-)politischer Transparenz sind diese Merkmale gefragt (vgl. Grafik 7).

Grafik 7: In unsicheren Zeiten lieber auf „Quality“ setzen

Nun, welches Fazit lässt sich aus den vorausgehenden Ausführungen ziehen? Solange wir uns in der „Secular Stagnation“ befinden, besteht keine Veranlassung, unsere Portfolios stärker zyklisch auf „Value“ auszurichten, auch wenn weitere Zwischenerholungen jederzeit möglich sind. Sogenannte „Schumpeter“-Aktien beispielsweise, verfügen größtenteils über die genannten Qualitäts-Merkmale, die sie verhältnismäßig robust gegenüber makroökonomischen oder finanzmarktinduzierten Schocks machen. Trotzdem ist es ähnlich wie beim Ausbruch einer Grippewelle: Der Geimpfte wird zwar wahrscheinlich auch erkranken, da der Impfstoff auf historischen Erfahrungen beruht und sich das Virus ständig verändert. Der Verlauf der Erkrankung wird aber weniger schwer sein, d.h. die Kurse fallen weniger stark und erholen sich auch schneller wieder.

Hinweis: Diese News ist eine Mitteilung des Unternehmens und wurde redaktionell nur leicht bearbeitet.

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