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EZB: Leitzins erreicht Rekordtief

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Im Kampf gegen den wirtschaftlichen Abschwung in Europa senkt die EZB den Leitzins im Euroraum um 0,25 Prozentpunkte auf 0,75 Prozent. Das ist das erste Mal seit der Euro-Einführung, dass der Zinssatz unter einen Prozent sinkt.

EZB-Präsident Mario Draghi wollte noch weiter gehen: Nach Informationen der „Financial Times Deutschland“ wollte er den Rat der Europäischen Zentralbank zu einer Senkung von 50 Basispunkten auf 0,5 Prozent bewegen.

Darüber hinaus sinkt der Einlagezins – also der Zinssatz, den die EZB den Banken einräumt, die ihr Geld bei ihr parken – von 0,25 Prozent auf 0. Auch der Zins, den Banken zahlen müssen, wenn sie sich kurzfristig Geld bei der Notenbank besorgen, sinkt von 1,75 auf 1,5 Prozent

Notenbankchef Draghi hat nach seinem Amtsantritt im Herbst vergangenen Jahres bereits zweimal den Leitzins gesenkt - im November und Dezember. Die Zinssenkung der EZB sei nicht zwingend, aber vertretbar, kommentierte der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR). Denn die Finanzierungskosten seien aktuell nicht das entscheidende Hindernis für die Belebung der Investitionen und des privaten Verbrauchs. Der für den Liquiditätsaustausch zwischen den Banken wichtige Tagesgeldsatz bewege sich infolge der geldpolitischen Sondermaßnahmen der EZB ohnehin deutlich unterhalb des Leitzinses. Viel wichtiger als geldpolitische Maßnahmen seien jedoch weitere Anstrengungen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und zur Gesundung der Staatsfinanzen in schwachen Volkswirtschaften, so der BVR.

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