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EZB-Treffen Draghi löst Yellen als globalen Risikowächter ab

Mario Draghi wird zur neuen ersten Verteidigungslinie der Weltwirtschaft. Foto: Getty Images
Mario Draghi wird zur neuen ersten Verteidigungslinie der Weltwirtschaft. Foto: Getty Images
Mario Draghi wird zur neuen ersten Verteidigungslinie der Weltwirtschaft, ob er will oder nicht.

Da seine amerikanische Amtskollegin Janet Yellen für diesen Monat eine Zinserhöhung der Federal Reserve vorbereitet, wird der Präsident der Europäischen Zentralbank im Kampf gegen die weltweit schwache Inflation die Vorreiterrolle einnehmen. Die neue Welle monetärer Impulse, die am Donnerstag erwartet wird, dürfte die beste Chance für einen dringend benötigten Anstoß des Verbraucherpreisauftriebs sein.

Wenn die EZB ihren geldpolitischen Kurs für die 19 Euro-Mitgliedstaaten festlegt, dürfte sie damit auch das Tempo anderer Notenbanken bestimmen. Das würde die monetäre Ausrichtung weltweit in einem Umfeld minimalen Preisdrucks akkommodierend belassen, selbst wenn die Fed ihre erste Straffung seit neun Jahren vornehmen sollte.

„Wir erwarten, dass die EZB nun das Zepter des primären ‚Risikomanagers’ unter den Zentralbanken weltweit übernehmen wird, was die Abwärtsrisiken" für die Wirtschaft angeht, sagte Krishna Guha, Vize-Chairman von Evercore ISI in Washington. „Das ist ein bahnbrechender Wandel."

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