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Anzeigetafeln im Saal der New York Stock Exchange. | © Jamie Mc Carthy / Getty Imageas

Faktorstrategien Smart Beta und der Alpha-Effekt

Smart-Beta-Strategien können Investoren auf zweierlei Art Mehrwert bieten: Sie können erstens den Ertrag - gemeinhin als „Alpha“ bezeichnet - für ein gegebenes Maß an Risiko erhöhen. Dieses Risiko wird traditionell anhand der Volatilität oder des Betas gemessen, das die Sensitivität eines Portfolios zum Markt abbildet.

Zweitens können Smart-Beta-Strategien das Risiko für einen unveränderten erwarteten Ertrag senken. Eine Outperformance ließe sich dann dadurch erzielen, dass der Investor seine Position in der Strategie erhöht – etwa durch den Einsatz eines Hebels – und damit einen höheren Ertrag für das gleiche Risiko erwirtschaftet.

Das sind ganz offensichtlich zwei Seiten derselben Medaille, die gleichermaßen wertvoll für Investoren sein können. Es erweist sich indessen als schwierig, die beiden Effekte über einen einfachen Performance-Vergleich klar voneinander zu trennen.

Minimum-Varianz-Strategie

Betrachtet man beispielsweise die rollierende Drei-Jahres-Performance des US Minimum Variance NR Index und des S&P 500 in der Net-Return-Version seit Januar, zeigt sich eine durchschnittliche jährliche Outperformance der Minimum-Varianz-Strategie gegenüber der Benchmark von 0,86 Prozent. Dabei sind allerdings sowohl Zeiten starker Outperformance zu verzeichnen - etwa im Zeitraum bis März 2009, als die Aktienmärkte im Zuge der Finanzkrise stark nachgaben - als auch Phasen der Underperformance wie zuletzt während der Aktienmarkt-Rally bis zum Sommer vergangenen Jahres.

Der üblichen Praxis der Asset-Management-Branche und der akademischen Literatur zum Thema folgend, lässt sich die Performance aufspalten: Zum einen in den Anteil, der auf das Risikolevel der Strategie im Verhältnis zum Marktrisiko - den Beta-Effekt - zurückzuführen ist. Und zum anderen in den echten Zusatzertrag - Jensen’s Alpha oder auch Alpha-Effekt. Für Strategien mit einem Beta unter 1 - mithin relativ weniger risikobehaftete Ansätze - wirkt sich der Beta-Effekt in Zeiten starker Markt-Performance negativ aus. Auf der anderen Seite profitieren Low-Beta-Investoren, wenn die Märkte korrigieren.

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