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Fannie Wurtz ist die Geschäftsführerin für Amundi ETF, Indexing & Smart Beta. | © Amundi

Fannie Wurtz von Amundi im Interview

„Wir verdoppeln das verwaltete Vermögen“

DAS INVESTMENT: Sie haben jüngst angekündigt, das verwaltete Vermögen in dem von Ihnen verantworteten Bereich ETF, Indexing und Smart Beta bis 2023 von 100 auf 200 Milliarden Euro zu steigern. Auf welchem Weg wollen Sie das erreichen?

Fannie Wurtz: In den vergangenen Jahren konnten wir in allen Produkt- und Kundengruppen stetig zulegen. Um unsere ambitionierten Wachstumsziele zu erreichen und unseren Marktanteil zu steigern, werden wir sowohl neue Märkte erschließen als auch unsere Position in Europa weiter ausbauen, wo noch ein großes Potenzial besteht. Unser vorrangiges Ziel ist es dabei, aus eigener Kraft zu wachsen. Sollten sich allerdings Kaufgelegenheiten eröffnen, werden wir diese selbstverständlich auch im Einzelnen prüfen. Es sollen aber zuvorderst drei Komponenten zusammenspielen. Zum einen werden wir vor allem in Europa unseren Vertrieb und das Marketing personell verstärken. Dazu gehört es auch, das deutsche Vertriebsteam zu vergrößern, wo wir in diesem Jahr drei Neubesetzungen vorgenommen haben.

Welche Maßnahmen planen Sie noch?

Wurtz: Wir werden darüber hinaus unsere ETF-Plattform ausbauen. So wollen wir unsere Ucits-regulierten Indexfonds künftig auch in Asien und Lateinamerika anbieten. Jüngst haben wir beispielsweise eine ETF-Palette in Mexiko gelistet, um der großen Nachfrage dort gerecht zu werden. Zudem wollen wir unser Produktportfolio ausweiten. Um mehr innovative und maßgeschneiderte Lösungen entwickeln zu können, haben wir innerhalb unseres Investment-Teams einen sogenannten Solution-Bereich eingerichtet.

Und was haben Sie als dritte Wachstumskomponente beschlossen?

Wurtz: Im Privatkundenmarkt zuzulegen. Zu diesem Zweck haben wir im März eine neue Palette äußerst günstiger Produkte auf den Markt gebracht, mit neun ETFs in der Startformation. Unter dem Label Prime wollen wir diese Produkte einer breiten Anlegerschaft ans Herz legen, die sie als Basisinvestments für breit gestreute Portfolios einsetzen kann. Die Prime-ETFs kommen mit einer einheitlichen Kostenquote von jeweils lediglich 0,05 Prozent jährlich – und sind damit europaweit das günstigste Angebot auf Standard-Benchmarks.

Sie arbeiten dabei mit dem deutschen Indexanbieter Solactive zusammen. Ist das kein Nachteil gegenüber den sogenannten Core-Produkten von Wettbewerbern, die bekannten Indizes folgen?

Wurtz: Nein. Für einige Kunden mag es wichtig sein, bekannten Indizes zu folgen. Gerade für viele private Anleger spielt dies jedoch nicht immer eine hervorgehobene Rolle. Diese verlangen Basisprodukte, mit denen sie einfach nachvollziehbar und extrem günstig investieren können. Einer traditionellen Benchmark zu folgen, steht nicht im Vordergrund. Schon die ersten neun Amundi-Prime-ETFs schaffen Anlegern einen Zugang zu den wichtigsten Pfeilern eines diversifizierten Portfolios. Dazu zählen sowohl Produkte auf Aktien- als auch auf Anleiheindizes für die Anlageregionen Welt, Europa, USA und Japan. Alle Prime-ETFs sind physisch replizierend, erwerben also tatsächlich die in den jeweiligen Indizes notierten Titel.

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