Ein Polizist vor der Juwelenausstellung im Carlton-Hotel in Cannes: Ein Dieb stahl hier Ende Juli Juwelen im Wert von 103 Millionen Euro. Foto: Valery Hache – AFP / Getty Images

Ein Polizist vor der Juwelenausstellung im Carlton-Hotel in Cannes: Ein Dieb stahl hier Ende Juli Juwelen im Wert von 103 Millionen Euro. Foto: Valery Hache – AFP / Getty Images

Fasst den Dieb: Versicherer setzen Kopfgeld aus

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Ein Dieb hat bei einer Juwelenausstellung in Cannes zugegriffen und Schmucksteine im Wert von 103 Millionen Euro erbeutet. Der Eigentümer Lev Leviev, ein russisch-israelischer Milliardär, braucht dabei nicht zu bangen, er hat die Juwelen versichern lassen und eine Police über Lloyd's of London abgeschlossen. Jetzt zittern die Versicherer. Findet sich die Beute nicht binnen zwei Monaten, müssen sie zahlen. Deshalb loben sie für die Wiederbeschaffung der Juwelen jetzt ein „Kopfgeld“ über eine Million Euro aus. Ein Prozent der Versicherungssumme als Belohnung ist nicht außergewöhnlich, sondern eher die Regel. Den Versicherern geht es weniger darum, den Dieb hinter Gitter zu bringen. Sie wollen in erster Line nicht zahlen müssen. Gelingt den Versicherern – auch hinter dem Rücken der Polizei – also ein Deal mit dem Gauner, bekommt Leviev die Klunker zurück. Und alles ist gut.

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