Fast Fashion ist Müll mit Methode, sagt CTI-Analystin Tenisha Elliott
Fast Fashion zeichnet sich im Wesentlichen dadurch aus, dass billige Kleidungsstücke schnell hergestellt werden, was in der Regel mit ausbeuterischen Arbeitspraktiken und einer nicht nachhaltigen Rohstoffbeschaffung einhergeht. Das Wachstum der Fast-Fashion-Unternehmen beruht auf einem immer höheren Kleidungsumsatz, indem preissensible Verbraucher mit immer billigeren Produkten gelockt werden und ihr Bedürfnis, die neuesten Trends zu tragen, ausgenutzt wird.
Das Geschäftsmodell der global aufgestellten Textilunternehmen, die im Fast-Fashion-Bereich tätig sind, folgt dem Grundsatz: Überproduktion bringt Unternehmenswachstum und Rekordgewinne. Dies hat zu einer, wie es im Englischen heißt, „Take-Make-Dispose“-Haltung geführt, die, neben den ausbeuterischen Praktiken, schwere negative Auswirkungen auf das Naturkapital der Welt hat. Die betreffenden Unternehmen, die mit den Ressourcen schlecht umgehen, sind daher aus Anlegersicht doppelt gefährdet.
Im Gegensatz zur Wegwerfmode erfordert nachhaltige Kleidung mehr Köpfchen in der Designphase, sie ist oft teurer und ihre Hersteller vertreten das Konzept, dass Verbraucher weniger, aber dafür haltbare Kleidungsstücke kaufen sollten.
Hier geht es zur ESG-Viewpoint-Studie „Putting the brakes on Fast Fashion“ von Columbia Threadneedle Investments.
