FBI prüft

Steht Russland hinter dem Hackerangriff auf US-Banken?

//
Das FBI hat Ermittlungen aufgenommen und untersucht dabei auch die Möglichkeit einer Vergeltungsmaßnahme für die Sanktionen gegen Russland, wie zwei mit dem Vorgang vertraute Personen gegenüber Bloomberg News sagten. Auch andere Stellen hätten sich eingeschaltet, darunter der Auslandsgeheimdienst National Security Agency, erklärte eine dritte Person.

Der Hackerangriff, der sich Mitte des laufenden Monats ereignete, hat den Insidern zufolge zu dem Verlust von Gigabytes sensibler Daten geführt. Geprüft werde zudem, ob die jüngsten Infiltrierungen führender europäischer Banken unter Ausnutzung ähnlicher Schwachpunkte mit dem Hackerangriff in Verbindung stehen würden, sagte eine der Personen.

In einem Fall nutzten die Hacker eine Zero-Day- Schwachstelle auf den Webseiten einer der Banken aus und ackerten sich dann durch mehrere ausgefeilte Sicherheitsvorkehrungen durch. Eine solche Leistung dürfte Sicherheitsexperten zufolge die Möglichkeiten eines gewöhnlichen kriminellen Hackers bei weitem übersteigen.

Die Vorfälle ereigneten sich am Tiefpunkt der Beziehungen zwischen Russland und dem Westen, als russische Truppen an der Grenze zur Ukraine aufzogen und die westlichen Staaten ihre Sanktionen verschärften - darunter auch gegen einige der wichtigsten Banken Russlands.

Die Raffinesse der Attacke und technische Indikatoren, die den Computern der Banken entnommen wurden, würden gewisse Hinweise auf eine Staatsverbindung liefern, hieß es. Es werde die Möglichkeit in Betracht gezogen, dass es sich um Cyber- Kriminelle aus Russland oder einem anderen osteuropäischen Land handele.

Ein FBI-Vertreter wollte sich nicht zu dem Thema äußern. Eine Sprecherin von JPMorgan erklärte, dass “Unternehmen unserer Größe fast jeden Tag Cyberangriffe erfahren”, doch es gebe mehrere Verteidigungslinien, um solchen Gefahren zu begegnen.

Mehr zum Thema