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Fed-Entscheid Chefvolkswirt von Sal. Oppenheim: Nächster Zinsschritt kommt im Juni

Martin Moryson, Chefvolkswirt von Sal. Oppenheim (Foto: Sal. Oppenheim)
Martin Moryson, Chefvolkswirt von Sal. Oppenheim (Foto: Sal. Oppenheim)

Mit einer Zinserhöhung zum jetzigen Zeitpunkt hatte ohnehin niemand gerechnet. Allerdings hat die US-amerikanische Notenbank die Tür für weitere Zinserhöhungen in diesem Jahr wieder weiter geöffnet. Damit erteilt sie all jenen eine Abfuhr, die die nächste Zinserhöhung gedanklich schon in das Jahr 2017 verschoben hatten.

Die Fed misst ihren Erfolg an zwei Zielen: Beschäftigung und Inflation. Trotz der im ersten Quartal mit 0,1 Prozent Wachstum gegenüber dem Vorquartal faktisch stagnierenden Wirtschaft entstehen jeden Monat rund 200.000 neue Jobs. Die Arbeitslosenquote hat inzwischen Vollbeschäftigungsniveau erreicht. Das von der Fed favorisierte Inflationsmaß, die Kernrate des BIP-Deflators, liegt über dem Zielwert von 2 Prozent.

Auch wenn sich die Fed mit der Kommunikation alle Optionen offen gehalten hat, spricht nach der aktuelle Lage der Daten viel dafür, dass sie im Juni die Zinsen um einen weiteren Mini-Schritt von 0,25 Prozent anheben wird. Dies hätte zudem den Vorteil, dass diese Entscheidung noch vor der heißen Phasen des US-Wahlkampfes fallen würde.

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