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So bereitet sich Pimco auf die Zinswende vor

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Pimco mit einem Anlagevolumen von 1,5 Billionen Dollar locken die höheren Renditen der von europäischen Banken emittierten Kapitalinstrumente, wie Executive Vice President Anthony Crescenzi darlegt. Die Bestrebungen der Finanzinstitute, nach der globalen Finanzkrise sicherer zu werden, würden auch das Risiko verringern, dass die Emittenten in eine Schieflage geraten, die es erfordert, diese Anleihen dem Kapital zuzuführen oder abzuschreiben, sagte er.

„Wir sehen, dass sich viele Banken in Europa auf ein eher traditionelles Geschäftsmodell zurückbesinnen - weg von Modellen, die sie in der Finanzkrise in Schwierigkeiten gebracht haben“, erklärte Crescenzi in einem Interview mit Bloomberg in Sydney. „Viele Banken haben sich Ziele gesetzt, ihre Eigenkapitalquoten mehr und mehr und mehr zu erhöhen. Das ist gut beispielsweise für Contingent Convertible Bonds (CoCos) mit einem Auslöser bei niedrigen Kapitalquoten, die nach unserer Einschätzung aber nicht erreicht werden.

Angesichts der weltweit niedrigen Anleiherenditen sind die Investoren auf ihrer Jagd nach höheren Erträgen zunehmend bereit, das Risiko von Verlusten einzugehen. Pflichtwandelanleihen oder CoCos haben dieses Jahr bislang 5,6 Prozent eingebracht, während Unternehmensanleihen global nur auf 0,5 Prozent Ertrag kommen, wie Index-Daten von Bank of America Merrill Lynch zeigen.

Mit der Federal Reserve auf dem Weg, die US-Zinsen erstmals seit der weltweiten Finanzkrise anzuheben, investiere Pimco in Instrumente, die vor einer Aufwärtsbewegung der Zinsen eher geschützt seien, sagte Crescenzi weiter. Außer den europäischen Bankanleihen mit Kapitalbezug zählt der Vermögensverwalter auch US-Hypothekenanleihen, die nicht von staatlichen Emittenten wie Fannie Mae and Freddie Mac begeben wurden, zu dieser Kategorie - auch wenn beide Anleihetypen nicht so einfach zu handeln seien wie andere Instrumente.

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