Feri: Geschlossene Fonds vor Problemen

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Feri Eurorating Services hat Emissionshäuser und Vertriebe zu den Auswirkungen der Finanzkrise auf geschlossene Fonds befragt. Nicht nur das Jahresendgeschäft leide, die Krise schlage auch längerfristig durch, so eines der Ergebnisse.

Allerdings gehen 100 Prozent der Emissionshäuser und 97 Prozent der Vertriebe davon aus, dass geschlossene Fonds mittelfristig gestärkt aus der Finanzkrise hervorgehen werden. An der Umfrage hatten sich im November 35 Vertriebe und 56 Initiatoren beteiligt, die nach platziertem Eigenkapital des Jahres 2007 etwa 50 Prozent des Gesamtmarkts repräsentieren.

Kurzfristig, mit Rück- und Ausblick auf das zweite Halbjahr 2008, sieht es nicht rosig aus. Insbesondere Private-Equity- und Policenfonds sowie Schiffsbeteiligungen und US-Immobilienfonds verkaufen sich schlechter oder sehr viel schlechter als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. „Man darf aber nicht übersehen, dass einzelne Initiatoren sehr gut platzieren“, ergänzt Knepel. So erwarten 13,7 Prozent der Initiatoren ein besseres und sehr viel besseres Absatzergebnis mit US-Immobilienfonds als im Vorjahreszeitraum.

Die gleichen Segmente werden nach Einschätzung der Befragten auch künftig im Vergleich zu den übrigen Fondsgattungen besonders unter der Finanzkrise zu leiden haben, wenn auch die Gewichtung variiert: Während für drei Viertel der Initiatoren die US-Fonds besonders betroffen sind, sehen vier von fünf der befragten Vertriebe vor allem die Private-Equity-Fonds als Leidtragende. Relativ positiv bewertet werden Märkte, die nur gering mit den Finanzmärkten korrelieren, wie Wald- oder Infrastrukturinvestments, aber auch deutsche Immobilienfonds. Fast die Hälfte der Initiatoren blickt positiv oder sehr positiv auf Wald- und deutsche Immobilienfonds und rund ein Viertel ist positiv für Infrastrukturfonds gestimmt. Die Vertriebe sind nicht ganz so euphorisch, insbesondere sehen nur 12 Prozent die Infrastrukturfonds als nur wenig von der Finanzkrise betroffen.

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