Feri-Marktstudie: Schiffsfonds als Verkaufsrenner

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Die Initiatoren geschlossener Fonds konnten im vergangenen Jahr rund 12,6 Milliarden Euro Eigenkapital von insgesamt 417.350 Anlegern einsammeln. Das entspricht einem Plus von rund 8,7 Prozent gegenüber 2006. Das Investitionsvolumen (Eigenkapital plus Fremdkapital) sank um 1,8 Prozent. Diese Zahlen wurden vom Journalistenbüro Loipfinger für die aktuelle Gesamtmarktübersicht der Beteiligungsmodelle ermittelt (Herausgeber der Studie ist seit diesem Jahr nicht mehr Stefan Loipfinger, sondern die Feri Research und Rating AG).

Ganz nach vorn haben sich Schiffsfonds navigiert. Nach einem Minus von 14 Prozent in 2006 konnten sich Containerschiffe & Co. beim platzierten Eigenkapital um 28 Prozent auf 3,6 Milliarden Euro steigern. Die zweitgrößte Sparte bilden Immobilienfonds, die im Ausland investieren. Mit ihnen wurde im zurückliegenden Jahr jeder vierte Euro, der in geschlossene Fonds floss, eingeworben. Auf dem dritten Platz folgen Private-Equity-Fonds, die mit 1,6 Milliarden Euro Anlegerkapital unter dem Vorjahr (2,2 Milliarden) lagen. Zählt man allerdings die Beteiligungsangebote hinzu, die Infrastrukturprojekte über Private-Equity-Modelle finanziert haben, wurde vom Wagniskapital-Segment mit 16,9 Prozent annähernd der Marktanteil von 2006 erreicht.

Weiteres Ergebnis der Studie: Das Volumen, das im Zweitmarkt für geschlossene Fonds mobilisiert wird, wächst stark. So wurden im vergangenen Jahr rund 1,04 Milliarden Euro umgesetzt. Davon entfielen rund ein Drittel auf Schiffsfonds und zwei Drittel mit Immobilienfonds). Zum Vergleich: Im Jahr 2003 lag der Umsatz im Zweitmarkt bei 332,8 Millionen Euro.