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Feri-Umfrage 2010: Aktienfonds werden wieder beliebt

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Neun von zehn Fondsanbietern sind der Meinung, das Absatzpotenzial von Aktienfonds sei für das Jahr 2010 gut oder sehr gut. Im April 2009 übten sich lediglich 44 Prozent in dieser Hinsicht in Optimismus. Das geht aus einer aktuellen Umfrage der Rating-Agentur Feri Eurorating Services hervor, an der 56 Fondsgesellschaften aus dem deutschsprachigen Raum teilnahmen.

Auf die Frage, welche Aktiensegmente im Jahr 2010 das beste Absatzpotenzial bieten, votieren knapp 26 Prozent für Aktienfonds aus den Schwellenländern. Auf den Plätzen 2 und 3 folgen europäische (15 Prozent) und globale Aktienfonds (8 Prozent).

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Das Absatzpotenzial von Mischfonds bewerten 86 Prozent der Befragten mit gut oder sehr gut. Bei Alternativen Investments sind es 68 Prozent, bei Rentenfonds 60 Prozent. Eher unbeliebt werden dagegen laut einer Mehrheit von 84 Prozent die Geldmarktfonds sein.

Für die Fondsbranche selbst erwarten die Befragten eine deutliche Konsolidierung. Merkwürdig ist nur: „Zwar gehen über 55 Prozent der von uns befragten Asset Manager davon aus, dass sich das Produktangebot der Fondsbranche insgesamt verkleinern beziehungsweise stark verkleinern wird, aber nur 14 Prozent erwarten eine Reduktion der Produktpalette im eigenen Haus. Rund 35 Prozent wollen die Produktpalette sogar vergrößern“, sagt Christian Michel, Teamleiter Fonds & Zertifikate bei Feri Eurorating Services.

ETF-Branche weiter im Aufwind

Dem Segment für börsennotierte Indexfonds (Exchange Traded Funds, ETF) stehen die Befragten optimistisch gegenüber. Insgesamt 80 Prozent halten es für wahrscheinlich beziehungsweise sehr wahrscheinlich, dass das Segment 2010 weiter wachsen wird. Allerdings hat sich im Vergleich zur April-Umfrage die Anzahl der Skeptiker von 10 Prozent auf jetzt rund 20 Prozent verdoppelt.

Knapp 43 Prozent der Marktteilnehmer erwarten für das kommende Jahr, dass sich die Zahl der ETF-Anbieter vergrößern oder stark vergrößern wird. Etwas mehr, nämlich 45 Prozent der Umfrageteilnehmer erwarten eine gleich bleibende Anbieterzahl.

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