Ferienimmobilien in Deutschland

„Vermögensanlage mit Steigerungspotenzial“

//
Deutschlands Küsten und Inseln sowie die Bodensee- und Alpenregion stehen auf der Beliebtheitsskala der deutschen Ferienimmobilienkäufer ganz weit oben. „Besonders hochwertige Ferienimmobilien in 1a-Lagen erweisen sich angesichts des begrenzten Angebots als wertbeständige Vermögensanlage mit Steigerungspotenzial", sagt Kai Enders, Vorstandsmitglied bei Engel & Völkers.

Entsprechend besteht an nahezu allen Ferienstandorten ein deutlicher Nachfrageüberhang, was vielerorts zu steigenden Preisen führt. Dies geht aus dem „Ferienimmobilien Marktbericht Deutschland 2015" hervor, in dem Engel & Völkers die Entwicklung der durchschnittlichen Kaufpreise sowie die erzielbaren Tagesmieten von Ferienimmobilien an insgesamt 26 Standorten untersucht.

Sylt ist der teuerste Ferienimmobilienstandort

Während sich die Preise von Eigentumswohnungen und Ein- und Zweifamilienhäusern an einigen Ferienimmobilienstandorten auf dem Niveau von 2014 einpendeln, ist das Preisniveau in einzelnen Lagen und Segmenten spürbar gestiegen. Durch die Angebotsknappheit in den Toplagen ziehen vielerorts auch die Preise in den mittleren und einfachen Lagen an.

Auf Sylt kletterten im ersten Halbjahr 2015 die Spitzenwerte von Eigentumswohnungen gegenüber dem Vorjahr um 4.000 Euro auf bis zu 17.000 Euro pro Quadratmeter. Auch im Segment der Ein- und Zweifamilienhäuser hat sich das Preisniveau in 1a-Lagen auf bis zu 15 Mio. Euro (2014: 12 Millionen Euro) deutlich erhöht. Damit bildet die nordfriesische Insel den teuersten Ferienimmobilienstandort Deutschlands. Auf Norderney legte der maximale Quadratmeterpreis von Eigentumswohnungen in sehr guten Lagen von 14.000 Euro in 2014 auf 16.000 Euro zu. Dies ist der zweithöchste Wert in diesem Segment im deutschlandweiten Vergleich. Am Tegernsee erreichen Eigentumswohnungen in der Spitze aktuell 14.000 Euro pro Quadratmeter und in Konstanz am Bodensee 9.500 Euro pro Quadratmeter.

„Nachfragebedingt steigen auch die Einstiegspreise in den Toplagen an einigen Standorten weiter an", beobachtet Kai Enders. So ist beispielsweise die Preisuntergrenze von Eigentumswohnungen auf Rügen in sehr guten Lagen von Binz und auf der Halbinsel Mönch gut von 3.000 Euro in 2014 auf 3.600 Euro im ersten Halbjahr 2015 gestiegen.

Selbstnutzung und Vermietung

Viele Käufer erfüllen sich mit dem Erwerb eines Zweitwohnsitzes an ihrem Lieblingsferienort einen Lebenstraum. „Wer seine Immobilie selbst intensiv nutzt, betrachtet die Vermietung als Zusatzeinnahme neben der immateriellen Rendite der eigenen Nutzung", sagt Kai Enders. Durch die volatile Situation an den Finanzmärkten rücken Ferienimmobilien auch als krisensichere Altersvorsorge, Kapitalanlage und Renditeobjekt in den Fokus der Interessenten. Das niedrige Zinsniveau und die daraus resultierenden Herausforderungen für Investoren, ihr Geld gewinnbringend anzulegen, haben diesem Trend zusätzlich Auftrieb gegeben.

Für eine zunehmende Zahl der Käufer gewinnt daher auch die Kombinierbarkeit von Eigennutzung und Vermietung an Bedeutung. Bei der Wahl der Ferienimmobilie sollten Käufer neben einer attraktiven Lage auf eine komfortable und hochwertige Ausstattung sowie auf einen Standort mit einer stabilen Urlaubernachfrage achten. „Diese Kriterien sind ausschlaggebend für eine erfolgreiche Vermietung, da hierdurch auch langfristig konstante Mieteinkünfte generiert werden können", so Kai Enders.

Käufer bevorzugen Ferienimmobilien im eigenen Land Deutsche Ferienimmobilien erfreuen sich aufgrund der guten und schnellen Erreichbarkeit großer Beliebtheit bei einheimischen Käufern. So interessieren sich vor allem Käufer aus Niedersachsen für Ferienimmobilien auf den Ostfriesischen Inseln. Immobilien auf den Nordfriesischen Inseln und in der Lübecker Bucht inklusive Fehmarn werden von Käufern aus Hamburg und Schleswig-Holstein bevorzugt.

An nahezu allen betrachteten Standorten verzeichnet Engel & Völkers auch eine hohe Nachfrage von Käufern aus Nordrhein-Westfalen. Dies gilt auch für den Bodensee und die Alpenregion sowie für die mecklenburgische Ostseeküste. An einzelnen Standorten wie auf Sylt kommen zudem vermehrt Anfragen von Schweizern.

Weiter steigende Preise in Toplagen

Bedingt durch die vielerorts begrenzten Neubaumöglichkeiten aufgrund geografischer Gegebenheiten oder eines restriktiven Baurechts wird besonders in den Toplagen das Angebot an attraktiven Immobilien niedrig bleiben. Gleichzeitig geht Engel & Völkers von einer weiter steigenden Nachfrage nach Ferienimmobilien und Zweitwohnsitzen aus. Insbesondere in den guten und sehr guten Lagen dürfte sich daher der Druck auf die Preise erhöhen.

Zu den Standorten mit einer eindeutig aufwärts gerichteten Preistendenz zählen unter anderem Sylt, St. Peter-Ording, Warnemünde, Chiemsee, Tegernsee sowie Überlingen und Friedrichshafen. Ebenfalls weiter steigen dürften die Preise für Eigentumswohnungen in guten und sehr guten Lagen auf Juist, Norderney und Kühlungsborn.

Mehr zum Thema