Nur wenige Marken verfügen über ein derart emotionales Potenzial wie Ferrari. Das aufbäumende schwarze Pferd auf gelbem Grund – das Cavallino Rampante – ist längst mehr als ein Logo. Es ist ein Versprechen: elegantes Design, sportlicher Triumph und pure Exklusivität.

Seit Enzo Ferrari 1947 sein Unternehmen gründete, hinterlässt die Marke aus Maranello eine unauslöschliche Spur in Rennsport und Popkultur. Feuerrote Boliden, die über legendäre Circuits wie Spa-Francorchamps und Le Mans rasten. Charismatische Piloten wie Gilles Villeneuve, Jacky Ickx, Michael Schumacher und John Surtees, die Geschichte schrieben. Ikonische Sportwagen vom 250 LM bis zum F40, die Sammlerherzen höher schlagen lassen.

Der italienische Journalist und Schriftsteller Pino Allievi, der jahrzehntelang die Welt der Sportautos dokumentierte und Enzo Ferrari persönlich kannte, hat nun einen monumentalen Bildband vorgelegt: „Ferrari" (TASCHEN Verlag, 688 Seiten, 125 Euro) zeichnet anhand exklusiven Materials aus den Ferrari-Archiven und privaten Sammlungen weltweit die einzigartige Geschichte dieser Marke nach – inklusive Auszügen aus den Tagebüchern des Firmengründers.

Von den Anfängen mit dem Ferrari 125 S, dessen Chassis gerade mal 44 Kilogramm wog, über die goldenen Jahre der Grand-Prix-Siege bis zu modernen Meisterwerken wie dem 800 PS starken Monza SP2 – diese Fotostrecke nimmt Sie mit auf eine visuelle Reise durch sieben Jahrzehnte automobiler Handwerkskunst und unbändiger Leidenschaft.

Erleben Sie Ferrari, wie Sie es noch nie gesehen haben.

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Die schönsten Ferraris aller Zeiten vereint: Im Vordergrund der legendäre 250 LM, dahinter (v.l.n.r.) die Wunderwerke aus Maranello des Jahrgangs 1965: der 330 GT 2+2, der 500 Superfast, der 275 GTS und der 275 GTB. Pure Eleganz auf Kies – und jedes einze | © TASCHEN Verlag / Ferrari S.p.A
Bildquelle: TASCHEN Verlag / Ferrari S.p.A

Die schönsten Ferraris aller Zeiten vereint: Im Vordergrund der legendäre 250 LM, dahinter (v.l.n.r.) die Wunderwerke aus Maranello des Jahrgangs 1965: der 330 GT 2+2, der 500 Superfast, der 275 GTS und der 275 GTB. Pure Eleganz auf Kies – und jedes 

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Geschenk zum 40. Geburtstag: Der Ferrari F40 aus dem Jahr 1987 – Enzo Ferraris letzte Schöpfung und sein persönliches Präsent zum 40-jährigen Firmenjubiläum. Mit 478 PS, Turbo-V8 und nur 1.100 Kilogramm Gewicht war er damals der schnellste Straßenspo

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Eleganz ohne Eskapaden: Der Ferrari 550 Maranello von 1996 bewies, dass Supersportwagen nicht immer schreien müssen. Mit seinem klassischen V12-Frontmotor und 485 PS vereinte er große Klasse mit Alltagstauglichkeit – ein Gran Turismo im besten Sinne.

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Rückkehr einer Legende: Der Ferrari Monza SP2 von 2018 ist eine moderne Hommage an die Sport-Barchetta der 1950er-Jahre – nur eben mit 800 PS extremer Leidenschaft. Kein Dach, keine Windschutzscheibe, pure Emotion. Die Icona-Serie zeigt, dass Ferrari

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Für Puristen und Könner: Der Monza SP1 – technisch identisch mit dem SP2, aber faktisch ein straßenzugelassener Einsitzer für erfahrene Piloten. Die ungewöhnliche Linienführung mit den gelben Akzenten und dem asymmetrischen Cockpit polarisiert bewuss

Bildquelle: TASCHEN Verlag / Rainer W. Schlegelmilch / Motorsport Images

Doppelpack: Beide rot, beide atemberaubend, beide mit 5-Liter-V12 – aber grundverschieden. Links der Ferrari 410 S als Coupé, rechts die Spider-Version, beide aus dem Jahr 1955. Während das geschlossene Coupé auf aerodynamische Effizienz setzte, bot die Spider p

Bildquelle: TASCHEN Verlag / Ferrari Archive; La Novissima

Die Anfänge der Legende: Der Stand der Scuderia Ferrari auf der Bologneser Messe 1932 – Autos, Reifen, Treibstoff und Werbung für technische Partner wie Shell, Pirelli und Bosch. Damals war Enzo Ferrari noch Rennstallchef für Alfa Romeo, bevor er 194

Bildquelle: TASCHEN Verlag / Ferrari Archive

Handwerk trifft Ingenieurskunst: Die Seitenansicht des Ferrari 125 S im Design von Gioachino Colombo – der erste Wagen, der den Namen Ferrari trug. Mit 1,5-Liter-V12-Motor, elliptischer Rohrrahmenkonstruktion und einem Chassis-Gewicht von gerade einm

Bildquelle: TASCHEN Verlag / Ferrari S.p.A Zincografia modenese

Der Anfang von allem: Der Ferrari 125 S vor dem Werkstor in Maranello, aufgenommen in den ersten Monaten des Jahres 1947. Über dem Eingang prangt die Inschrift, die Freiheit und Arbeit preist – Enzos Credo. Bemerkenswert: Enzo Ferrari selbst fuhr nie

Bildquelle: TASCHEN Verlag / Ferrari Archive

Der junge Enzo am Steuer: Bei der Targa Florio 1919 pilotiert ein entschlossen blickender Enzo Ferrari einen CMN – eine Mailänder Marke, die bald darauf vom Markt verschwand. Neben ihm: Mechaniker Nino Berretta. Ferrari kam auf Platz 9 ins Ziel. 

Bildquelle: TASCHEN Verlag / Ferrari Archive; Mario Agosto

Ferrari goes America: Ende September 1936 werden die Alfa Romeo-Rennwagen der Scuderia Ferrari im Hafen von Genua auf die Rex verladen – damals der schnellste Transatlantik-Liner der Welt. Ziel: New York und der Vanderbilt Cup. Vier Wagen machten sic

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Rennsport wie er einmal war: Auf der legendären Strecke von Spa-Francorchamps in Belgien rasen die Boliden durch idyllische Landschaft – Familien sitzen auf den Wiesen, keinerlei Schutzmaßnahmen für Fahrer oder Zuschauer. Extremes Tempo auf offenen L

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Picknick mit Vollgas: Auch diese Aufnahme zeigt Spa-Francorchamps in den 1960ern – Familien lagern entspannt auf der Wiese, nur wenige Meter von der Rennstrecke entfernt. Kein Zaun, keine Absperrung, nur ein dünner Drahtzaun zwischen Zuschauern und r

Bildquelle: TASCHEN Verlag / Lawrence Schiller

Konzentration pur: Der mexikanische Fahrer Ricardo Rodríguez am Steuer des Heckmotor-Ferrari 246 Sport im Jahr 1961. Die Aufnahme fängt den fokussierten Blick eines Rennfahrers im Spiegel ein – eine seltene Perspektive, die zeigt, wie nah Mensch und 

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Schweben auf Wasser: Der Ferrari 158 von John Surtees scheint beim Großen Preis von Großbritannien 1963 förmlich über die nasse Strecke zu gleiten. Der englische Fahrer kam auf Platz zwei ins Ziel, geschlagen nur von Jim Clark im Lotus-Climax. Eine a

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„Pierino la peste“ – Peter, der Frechdachs: Jacky Ickx, Sohn eines Journalisten und zunächst Motocross-Pilot, wurde zweimal Vizeweltmeister in der Formel 1 (1969 und 1970). Enzo Ferrari gab ihm diesen Spitznamen – eine Mischung aus Zuneigung und Respekt vor dem belgischen Ausnahmetalent.

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Zwei Generationen in der Box: Jacky Ickx (links, mit Sturmhaube) und ein weiterer Mechaniker oder Fahrer in der Ferrari-Garage. Die Szene zeigt den Arbeitsalltag in der Formel 1 der späten 1960er/frühen 1970er – noch ohne Hightech-Telemetrie, dafür m

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Premiere im Regen: Carlos Sainz feierte 2022 seinen ersten Formel-1-Sieg beim Großen Preis von Großbritannien in Silverstone – am Steuer des Ferrari F1-75. Tags zuvor hatte er sich bereits die Pole Position gesichert, ebenfalls im strömenden Regen. E

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Vom Motorrad zum Vierrad: John Surtees war siebenmaliger Motorrad-Weltmeister, bevor er sich vollständig dem Autorennsport widmete – und dort 1964 mit Ferrari Formel-1-Weltmeister wurde. Bis heute ist er der einzige Fahrer, der sowohl auf zwei als au

Bildquelle: TASCHEN Verlag / Jesse Alexander, courtesy of Fahey / Klein Gallery, Los Angeles

Enge Beziehung voller Spannungen: John Surtees und Enzo Ferrari – eine Verbindung, die von gegenseitigem Respekt, aber auch von Höhen und Tiefen geprägt war. Surtees holte 1964 den Weltmeistertitel für Ferrari, doch die Zusammenarbeit endete 1966 im 

Bildquelle: TASCHEN Verlag / Ferrari Archive

Jugend und Lächeln: Jacky Ickx war gerade 25 Jahre alt, als er zu Ferrari kam – und blieb vier Saisons. Dieses Portrait zeigt den Belgier von seiner sympathischen Seite: offen, jugendlich, mit ansteckendem Lachen. Ickx war nicht nur schnell, sondern 

Bildquelle: TASCHEN Verlag / The Klemantaski Collection / Photo Louis Klemantaski

Le Mans 1950 – Arbeit abseits der Strecke: Die Rennstrecke von Le Mans liegt nur einen Steinwurf entfernt, doch das Ferrari-Team arbeitet in einer nahegelegenen Garage. Hier wird der 195 S für das legendäre 24-Stunden-Rennen vorbereitet – gefahren vo

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Spektakuläre Kulisse der Targa Florio: 1956, und der Ferrari 860 Monza von Eugenio Castellotti und Peter Collins meistert eine schnelle Bergaufkurve in der Gemeinde Sclafani. Die Targa Florio galt als eines der härtesten und schönsten Rennen der Welt

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Vollgas durch die Wohnstraße: Der Ferrari 330 P3 von Lorenzo Bandini und Nino Vaccarella rast 1966 bei der Targa Florio mit Vollgas über holpriges Kopfsteinpflaster – mitten durch ein sizilianisches Dorf. Balkone voller Zuschauer, enge Gassen, null S

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Die Stars zum Anfassen: Rennwagen umringt von Kindern am Vorabend der Rennen. Diese Aufnahme von der Targa Florio zeigt den unverstellten Zugang, den die Menschen damals zu den Boliden hatten. Begeisterte Jungs dürfen ganz nah ran, bestaunen das feue

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Profis und Locals gemeinsam: Bei der Targa Florio traten nicht nur die großen Rennstars an – auch leidenschaftliche Privatfahrer aus Sizilien wagten sich gegen die Giganten. Hier rasen Salvatore Calascibetta und Pietro Lo Piccolo 1970 im Dino 206 S d

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Regenstart bei den 24 Stunden von Le Mans: Beim Auftakt zum legendären Langstreckenrennen 1968 prasselt der Regen herunter. Im Vordergrund der Ferrari 275 LM von Masten Gregory und Charlie Kolb, dahinter der Ford GT40 von Jackie Oliver und Brian Muir

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Der Mann und seine Maschinen: Ein imposanter Enzo Ferrari steht vor einer massiven Fräsmaschine, an der gerade an einem Zwölfzylinder-Motor gearbeitet wird. Die Aufnahme zeigt den Firmengründer inmitten der Produktionsstätte – umgeben von der Technik

Bildquelle: TASCHEN Verlag Jesse Alexander, courtesy of Fahey / Klein Gallery, Los Angeles

Handarbeit im Unterhemd: Ein Mechaniker beugt sich über den Vergasermotor des Ferrari 555 mit seitlichen Tanks – die Vogelperspektive zeigt die kompromisslose Handwerkskunst der 1950er-Jahre. Kein Hightech-Equipment, keine sterilen Garagen, nur Könne

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Ferrari trifft Hollywood: Ein autografiertes Foto der italienischen Schauspielikone Anna Magnani neben ihrem geliebten Ferrari 212 Inter Coupé Vignale – aufgenommen während der Dreharbeiten zu „Die goldene Karosse“. Die Widmung an Ferrari zeigt die e