FHH: Ersatzzahlungen für charterloses Schiff

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Der Fonds Nr. 38 des Fondshaus Hamburg (FHH), in dem eines der drei Schiffe bislang ohne Charter ist, erhält einen Zuschuss durch die Reederei Ahrenkiel in Höhe von 15 Millionen US-Dollar. Die Alternative, den Fonds abzuwickeln, ist damit vom Tisch. 

„Aufgrund der Situation an den Chartermärkten können wir die ursprüngliche Prognoserechnung für den Fonds nicht mehr halten. Zusammen mit unserem Gesellschafter, der Reederei Ahrenkiel, haben wir ein Maßnahmenpaket erarbeitet, damit der Fonds weiterhin ein attraktives Investment für unsere Anleger bleibt“, erklärt Jens Brandis, Geschäftsführer des Fondshauses Hamburg. 

Betroffen ist das 3.400-TEU-Containerschiff „Johannesburg“, das bei Prospektlegung noch eine Charter von 30.000 US-Dollar pro Tag hatte. Diese lief regulär am 20. Oktober aus, das Schiff wartet seitdem in Singapur auf eine neue Charter. Mit dem Abrufdarlehen in Höhe von 15 Millionen US-Dollar könne nun mindestens für das Jahr 2009 eine Charter von 26.900 US-Dollar dargestellt werden. Die Differenz zwischen tatsächlich erreichter Charter und dem notwendigen Betrag von 26.900 US-Dollar werde ausgeglichen. Die Reederei Ahrenkiel hat auch die Bereederung des Schiffes übernommen. 

Für den Kredit entstehen dem Fonds Zinsaufwendungen in Höhe von 150.000 Euro für jedes Jahr, in dem er in Anspruch genommen wird, sowie von jährlich 0,5 Prozent des in Anspruch genommenen Betrags. Im Gegenzug verzichten Fondsmanagement und Treuhand auf 50 Prozent ihrer Vergütungen. Die Rückführung des Darlehens soll nur aus Mehrerträgen des Fonds, gegebenenfalls erst am Ende der Laufzeit erfolgen. 

Die „Johannesburg“ wird zusammen mit einem 2.800-TEU-Containerschiff und einem Autotransporter platziert, die beide langfristig verchartert sind. Der Fonds ist derzeit zu 12 Prozent platziert.

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